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Bürgerforum zum Dorfentwicklungsprogramm am Dienstag in Niederelsungen

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Von: Antje Thon

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Dorfgemeinschaftshaus in Nothfelden: Das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Über das Dorfentwicklungsprogramms soll ihm zu neuem Glanz verholfen werden.
Dorfgemeinschaftshaus in Nothfelden: Das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Über das Dorfentwicklungsprogramms soll ihm zu neuem Glanz verholfen werden. © Antje Thon

Es ist ein großes Bündel an Projekten, das in den zurückliegenden Monaten zusammengetragen wurde und das in den nächsten Jahren in Wolfhagens Stadtteilen umgesetzt werden soll

Wolfhagen – Dabei versetzt das Dorfentwicklungsprogramm des Landes die Kommune in die Lage, kostspielige Vorhaben, die das soziale Gefüge stärken und zu gestalterischen Veränderungen in den Orten führen, mithilfe von Fördermitteln zu stemmen.

Die Quote schwanke zwar von Jahr zu Jahr, Zuschüsse in Höhe von bis zu 70 Prozent für kommunale Vorhaben seien aber möglich, sagt Michael Joost, Leiter des Amtes für Energie und Stadtentwicklung in Wolfhagen.

28 kleinere und größere Projektideen haben die Steuerungsgruppe und zahlreiche Bürger gesammelt. Sie alle sollen am Dienstag, 17. Mai, ab 19 Uhr beim vierten und letzten Bürgerforum im Haus des Gastes in Niederelsungen vorgestellt werden.

Die Vorhaben sind wesentliche Elemente des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK)

Erstmals wird das Treffen in Präsenz stattfinden können, worüber sich Björn Dannenberg, Mitarbeiter des begleitenden Büros ANP aus Kassel, und Michael Joost besonders freuen. Zwischen 40 und 70 Bürger aus allen Stadtteilen hatten sich bei den vorherigen Online-Foren zugeschaltet und mitgearbeitet.

Die Vorhaben sind wesentliche Elemente des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK), das derzeit über 200 Seiten stark ist und das die Kommune zusammen mit den Bürgen erstellen muss, um in den Genuss der Zuschüsse zu gelangen. Und auch die finanziellen Hilfen für private Bau- und Umgestaltungsvorhaben in den Dörfern hängen an diesem Papier.

Damit das IKEK Wirksamkeit erlangt, muss es zuvor vom Landkreis Kassel und der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen abgesegnet und von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden. Die Parlamentssitzung dazu ist für den 7. Juli angepeilt.

Am kommenden Dienstag sollen die Bürger über die 28 Projektideen informiert werden

Zuvor aber sollen am kommenden Dienstag die Bürger über die 28 Projektideen informiert werden, die von der Anlage eines Boule-Platzes in Wenigenhasungen bis zur Weiterentwicklung und Gestaltung des derzeit wenig Charme versprühenden Dorfgemeinschaftshauses in Nothfelden reichen und von denen alle Stadtteile profitieren sollen.

Läuft alles nach Plan, könnte mit der Umsetzung der ersten öffentlichen Vorhaben 2023 begonnen werden. Die letzten Zuschüsse würden dann 2027 fließen. Bei der Auswahl der Reihenfolge, so Joost, werde wohl eine Rolle spielen, wie zeitintensiv und aufwendig die Realisierung eines Projektes ist.

Für die Stadtteile sei das Programm eine gute Chance, die Gemeinschaft zu stärken und den Ort so zu verändern, dass er die baulichen, sozialen und gesellschaftlichen Besonderheiten aufgreift, sagt Joost. Doch er sieht auch Probleme: Sollten die Zinsen in Zukunft steigen, dann dürfte dies die Investitionsfreudigkeit dämpfen.

Das Bürgerforum findet am 17. Mai um 19 Uhr am Haus des Gastes in Niederelsungen statt

Allerdings gibt es auch positive Einflussfaktoren. Wer aus Gründen der steigenden Energiekosten für Gas und Öl über die Anschaffung einer Wärmepumpe nachdenke, müsse zuvor seine Immobilie energetisch sanieren. Und wer dies vorhabe, könne Zuschüsse aus der Dorfentwicklung beantragen.

Wer am Bürgerforum (17. Mai, 19 Uhr, Haus des Gastes, Niederelsungen) teilnehmen möchte, wird um Anmeldung unter dorfentwickler@anp-ks.com gebeten. (Antje Thon)

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