Ein Plan fürs Wachstum soll endlich her

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Wünscht sich für das Firmengelände einen Bebauungsplan: Geschäftsführer Hermann Hagen benötigte bislang für jedes Bauvorhaben wie die drei Silos im Hintergrund eine Einzelgenehmigung.

Wolfhagen. Die Rörig-Hartig Landwarenhandel GmbH musste jahrelang jedes Bauprojekt einzeln genehmigen lassen, weil ein Bebauungsplan fürs Firmengelände fehlte. Das soll sich ändern.

Im Winter ist es eher ruhig um die Firma Rörig-Hartig. Dann fällt es umso mehr auf, wenn der Landwarenhandel Thema in einer Stadtverordnetensitzung ist, wo es auf Betreiben des Unternehmes um die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gelände am Rande des Industriegebietes geht.

Rörig-Hartig möchte eine entsprechenden B-Plan für sein Gelände, auf dem die Firmenzentrale über die Jahre immer wieder erweitert wurde und dafür Einzelgenehmigungen eingeholt werden mussten, wie Geschäftsführer Hermann Hagen sagt. Das hat dann jeweils für Zeitverzug gesorgt. Ist das Planwerk abgesegnet, könne man Ausbauprojekte, wie die im Sommer 2013 fertiggestellten drei Getreidesilos mit einem Fassungsvermögen von 3000 Tonnen, die sich das Unternehmen 1,3 Millionen Euro hat kosten lassen, zügig verwirklichen.

2,78 Hektar großes Gelände

Für das 2,78 Hektar große Gelände am Sandweg, sagt Hagen, „gab es nie eine Gesamtgenehmigung“. Und das soll sich schnellstens ändern, dafür zahlt Rörig-Hartig laut Hermann Hagen auch die gesamten Kosten für den B-Plan selbst - mehr als 30 000 Euro. Die Bemühungen zur Aufstellung des Bebauungsplanes „gehen jetzt ins dritte Jahr“, was derzeit allerdings nicht so ins Gewicht falle. „Wir haben zwar gewisse Vorstellungen, was auf dem Gelände gemacht werden könnte“, sagt der Geschäftsführer, man plane aber derzeit keine Investitionen.

Kerngeschäft Getreidehandel

Zum Kerngeschäft von Rörig-Hartig gehören der Handel mit Getreide und Ölsaaten sowie der Verkauf von Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemitteln. Außerdem verkauft man Holzpellets sowie Pferde- und Geflügelfutter. Der Umsatz liegt laut Hermann Hagen, der das Unternehmen zusammen mit Thomas Knieling leitet, in den vergangenen Jahren relativ konstant bei 30 Millionen.

Das Verkaufsgebiet umfasst beim Handel mit den Landwirten ganz Nordhessen, außerdem werden Brotmühlen und Mischfutterwerke in Nordrhein-Westfalen und dem Weser-Ems-Gebiet beliefert.

Gerade die Getreidemühlen hätten hohe Anforderungen. Seit zehn Jahren bestehe eine Zertifizierung, um die Qualität der Handelsprodukte zu gewäherleisten. Dazu werde von jeder Getreidelieferung ein Rückstellmuster angelegt, also eine Probe, die 18 Monate eingelagert wird. Sie ist Kern eines Rückverfolgungssystems, sollte es beim Kunden Beanstandungen geben.

Neben der Zentrale in Wolfhagen, wo man Lagerkapazitäten für 8000 Tonnen Getreide und Raps sowie 4000 Tonnen für die Mischfutterproduktion hat, gibt es noch Filialen in Naumburg, Sachsenhausen, Korbach, Espenau, Liebenau, Hofgeismar und Hümme.

Insgesamt beschäftigt Rörig-Hartig etwa 40 Mitarbeiter, davon 15 am Standort in Wolfhagen.

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