Stadtwerke Wolfhagen schaffen mobile Flutlichtanlagen an und helfen FSV aus der Klemme

Plötzlich gibt es Licht auf dem Sportplatz

Glücklich mit der am Ende unkomplizierten Lösung: Dank der mobilen Flutlichtanlage der Stadtwerke Wolfhagen kann der FSV sein Training in Gasterfeld fortsetzen. Darüber freuen sich (von links) Stadtwerkegeschäftsführer Alexander Rohrssen, Axel Degenhardt vom Bauhof, FSV-Chef Harms Böttger und Bürgermeister Reinhard Schaake.
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Glücklich mit der am Ende unkomplizierten Lösung: Dank der mobilen Flutlichtanlage der Stadtwerke Wolfhagen kann der FSV sein Training in Gasterfeld fortsetzen. Darüber freuen sich (von links) Stadtwerkegeschäftsführer Alexander Rohrssen, Axel Degenhardt vom Bauhof, FSV-Chef Harms Böttger und Bürgermeister Reinhard Schaake.

Es war ein Problem, das seit Jahren an den Nerven des FSV-Vorstandes zehrte. Nun ist es weg. Schon lange fehlte den Fußballern des Wolfhager Vereins eine beleuchtete Trainingsstätte. Die Lösung des Problems haben nun die Stadtwerke Wolfhagen und Bürgermeister Reinhard Schaake aus dem Hut gezaubert.

Wolfhagen -Die Stadtwerke schafften zwei mobile Flutlichtanlagen an, mit denen der Sportplatz in Gasterfeld ausgeleuchtet werden kann. Auf dem Gelände absolviert der FSV 70 Prozent seiner Übungseinheiten. Vorausgegangen war der Investition in die Technik eine ebenso langwierige wie ergebnislose Debatte zwischen der Stadt, dem FSV und den Fußballvereinen der Stadtteile. Weil dem FSV ein beleuchteter Rasenplatz fehlt, hatte er die anderen Vereine, deren Kicker zumeist in Spielgemeinschaften organisiert sind und die daher Zugriff auf mehrere Flutlichtplätze haben, um Hilfe gebeten.

Nur der TSV Bründersen habe dem FSV erlaubt, für ein halbes Jahr auf seinem Rasen zu trainieren, sagt FSV-Chef Harms Böttger. Alle anderen Vereine hätten nicht mit sich reden lassen. Sie hätten befürchtet, ihr Rasen könnte durch die erhöhte Nutzung leiden und erklärt, dass sie selbst mit ihren Mannschaften die Plätze bräuchten. Und letztlich, sagt Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake, habe die Stadt auch keine Handhabe gehabt. Die Kommune sei zwar Eigentümerin der Sportanlagen, in den Nutzungsverträgen mit den Vereinen sei aber vereinbart, dass die Stadt den Spiel- und Trainingsbetrieb nicht einschränken darf. „Wenn wir da weiter Druck aufgebaut hätten, wäre uns die Sache um die Ohren geflogen“, sagt Schaake, der zugleich weiß, wie wichtig die Arbeit aller Sportvereine ist und welchen Beitrag sie für den Zusammenhalt in der Gesellschaft leisten.

Irgendwann in den vergangenen Wochen habe er mit einem Bürgermeisterkollegen aus Nordrhein-Westfalen telefoniert. Zufällig seien sie auf das Thema Fußball zu sprechen gekommen, und der Mann aus NRW erzählte von einer transportablen Flutlichtanlage. Das war die Lösung des Problems. Einige Telefonate später wusste Schaake, dass die Stadtwerke für 12 000 Euro zwei Geräte anschaffen würden und dass FSV-Vorsitzender Böttger, der zuvor noch nie etwas von einem mobilen Flutlicht gehört hatte, von der Technik überzeugt war.

Der städtische Bauhof sorgte in den vergangenen Tagen für einen Anschluss der Strahler ans Netz. Die Investition der Stadtwerke in die energieeffizienten Flutlichtanlagen sei Teil ihres Engagements für Klimaschutz in der Region. „Letztes Jahr haben wir rund 10 000 Euro in verschiedene Klimaschutzprogramme investiert“, sagt Stadtwerkegeschäftsführer Alexander Rohrssen. Dieses Jahr setzt der Versorger das Engagement fort. Stadtwerke-Kunden könnten Förderprogramme zur Steigerung der Energieeffizienz nutzen, Vereine ihre Trainingsplätze und Veranstaltungen effizient beleuchten.

Die Kosten für den Betrieb halten sich in Grenzen. Vier effiziente LED-Leuchten je Mast mit jeweils 320 Watt erzeugen Licht für einen 5000 Quadratmeter großen Platz. Gemeinsam beleuchten sie so jeden Sportplatz, der selten größer als 7 100 Quadratmeter sei, sagt Rohrssen. Die Masten der mobilen Anlagen haben eine Höhe von neun Metern. Der FSV zahlt für die Strahler eine Nutzungsgebühr und kommt für die Stromkosten auf.

Vereine können Anlage mieten

Um die Flutlichtanlage in Betrieb zu nehmen, genügt ein herkömmlicher Hausanschluss. Die Technik ist innerhalb weniger Minuten auf- und abgebaut, sie lässt sich mittels Radlader auf einen Pick-up laden und transportieren. Als weitere Einsatzmöglichkeiten für das Flutlicht bieten sich Feste wie der Viehmarkt und das Wolfhager Kulturzelt an. Aber auch Vereine, die eine Abendveranstaltung ins rechte Licht rücken möchten, können sich bei den Stadtwerken melden. Der Einsatz könne auch mit Blick auf die Sicherheit öffentlicher Veranstaltungen sinnvoll sein, sagt Stadtwerkegeschäftsführer Alexander Rohrssen. Interessenten können sich an den Kundenservice wenden, 05692 / 99 63 40. ant

(Von Antje Thon)

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