Lebensgefährliche Verletzung

Versuchte Tötung in Wolfhagen: Tatverdächtiger gefasst - Er soll für weitere Messer-Attacke verantwortlich sein

Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung in Wolfhagen-Viesebeck
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Die Polizei ermittelt wegen versuchter Tötung in Wolfhagen-Viesebeck

In Wolfhagen-Viesebeck wurde ein Mann lebensgefährlich verletzt. Die Polizei geht von versuchter Tötung aus. Ein Tatverdächtiger wurde gefasst.

Update vom Donnerstag, 26.08.2021, 16.16 Uhr: Überraschung im Fall der beiden Messer-Attacken, die sich innerhalb von zwei Tagen in Wolfhagen abgespielt haben. Im Fall der Messer-Attacke auf einen 29-Jährigen an einem Feldweg bei Wolfhagen am Donnerstag (19.08.2021) vermeldete die Polizei einen schnellen Ermittlungserfolg - ein 25-jähriger Tatverdächtiger wurde in U-Haft genommen. Am Donnerstag (26.08.2021) gibt die Polizei nun bekannt, dass der 25-Jährige auch für die versuchte Tötung in Wolfhagen-Viesebeck in der Nacht zu Mittwoch (18.08.2021) verantwortlich sein könnte. Dies sei Ergebnis der fortgesetzten intensiven Ermittlungen, Auswertung von Beweismitteln und Vernehmungen, heißt es seitens der Polizei.

Ein 39-jähriger Mann war mit schweren Schnittverletzungen von einer Angehörigen in seiner Wohnung im Stadtteil Viesebeck gefunden worden. Der Mann schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Was genau in der Wohnung des 39-jährigen Mannes passierte, ist nicht unbekannt. Die Polizei teilt nur mit, dass der 25-jährige Tatverdächtige und das Opfer sich persönlich kennen. Die Motive und die genauen Hintergründe der Taten sind noch nicht vollständig geklärt. Allerdings beabsichtige die Staatsanwaltschaft den Täter psychiatrisch begutachten zu lassen, teilte Sprecher Andreas Thöne auf Anfrage der HNA mit. Der Gesundheitszustand der beiden Opfer aus Wolfhagen und Viesebeck hat sich inzwischen stabilisiert. Beide sind noch im Krankenhaus.

Versuchte Tötung in Wolfhagen: Ermittlungen laufen auf Hochtouren – Polizei veröffentlicht Täterbeschreibung

Update vom Donnerstag, 19.08.2021, 17.27 Uhr: Wie das Polizeipräsidium Nordhessen mitteilt, ist der Mann, der in der Nacht zum Mittwoch (18.08.2021) aufgrund von lebensgefährlichen Schnittverletzungen notoperiert werden musste, mittlerweile außer Lebensgefahr. Die Ermittlungen zu dem versuchten Tötungsdelikt in Wolfhagen-Viesebeck laufen indes auf Hochtouren. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand der Polizei hatte sich die Tat in der Nacht zum Mittwoch gegen 3 Uhr zugetragen. Eine Angehörige hatte das 39-jährige Opfer schwerst verletzt entdeckt und den Notruf gewählt. Anschließend wurde der Tatort zur Spurensicherung weiträumig gesperrt. Inzwischen liegen der Kasseler Kriminalpolizei auch erste Hinweise zu dem mutmaßlichen Täter vor. Der Mann soll etwa 25 bis 35 Jahre alt, 1,85 bis 1,95 Meter groß und maskiert gewesen sein. Darüber hinaus soll es sich um eine Person mit sportlicher Statur gehandelt haben, die dunkel gekleidet gewesen sein soll.

Wer weitere Hinweise zu der Tat in Wolfhagen-Viesebeck geben kann, wird gebeten, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen unter der Telefonnummer 0561 910 1021 zu melden.

Wolfhagen-Viesebeck: Polizei geht von versuchter Tötung aus

Erstmeldung vom Mittwoch, 18.08.2021, 16.54 Uhr: Wolfhagen-Viesebeck – Was sich in dem Wohnhaus in Wolfhagen-Viesebeck genau abgespielt hat, wo eine Person in der Nacht zum Mittwoch (18.08.2021) lebensgefährlich verletzt wurde, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen des Kommissariats 11. Das Kommissariat 11 ist für Kapitalverbrechen zuständig. Von einem versuchten Tötungsdelikt geht die Polizei nach bisherigen Erkenntnissen aus, sagt Polizeisprecherin Ulrike Schaake.

Aus ermittlungstaktischen Gründen halte sich die Kripo mit detaillierten Informationen zu Tatwaffe und Tathergang bedeckt. Auch mache sie keine Angaben darüber, wer den Vorfall in der Nacht gemeldet hat. Das Opfer selbst sei es aber nicht gewesen, sagt Schaake.

Fest steht bislang, dass ein 39 Jahre alter Mann beim Eintreffen von Rettungskräften und Polizei mit schwersten Verletzungen vorgefunden wurde. Mit einem Rettungswagen wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Bis zum frühen Mittwochabend schwebte der Mann in Lebensgefahr.

Wolfhagen: „Hintergründe der Tat und der Tatablauf sind derzeit noch unklar“

Über die Art der Verletzungen äußerte sich die Polizei ebenso wenig wie darüber, ob sie bereits eine Person verdächtige, das Verbrechen verübt zu haben. „Hintergründe der Tat und der Tatablauf sind derzeit noch unklar“, heißt es.

Der Tatort wurde am frühen Morgen für die Spurensicherung weiträumig abgesperrt. Am Vormittag durchkämmte ein Dutzend Polizisten auf der Suche nach Beweismitteln auch benachbarte Grundstücke. Bereits in den frühen Morgenstunden hatten Beamte in Viesebeck an Haustüren geklingelt und die Bewohner befragt, ob sie etwas Ungewöhnliches beobachtet hätten.

Die Ermittler suchen nach Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben

Das Opfer der Gewalttat ist in Viesebeck aufgewachsen und lebt auch heute noch in dem kleinen Dorf. Zusammen mit weiteren Familienmitgliedern bewohnt der Mann das Haus seiner Eltern, baut aber direkt nebenan ein neues Haus. Mehrere Menschen in Viesebeck beschreiben die Familie als eher zurückgezogen. Sie alle sind schockiert über den Vorfall.

Die Ermittler des Kommissariats 11 suchen nach Zeugen, die in der Nacht zu Mittwoch in Viesebeck Verdächtiges beobachtet haben, das mit der Tat in Verbindung stehen könnte. Hinweise an das Polizeipräsidium Nordhessen, 0561-9100. (Antje Thon und Nail Akkoyun)

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