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Positiver Trend am Arbeitsmarkt

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Von: Bea Ricken

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Arbeitsagenturbezirk Kassel
Arbeitsmarkt April © Agentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt lässt einen positiven Trend erkennen, viel mehr Menschen in Wolfhager Land fanden in den vergangenen Wochen einen Job

Wolfhager Land – Zumindest der Arbeitsmarkt scheint unbeeindruckt vom Krieg in der Ukraine. Die Arbeitslosenquote sinkt im Agenturbezirk Kassel, zu dem die Stadt, der Landkreis und der Werra-Meißner-Kreis gehören, erneut um 0,1 Punkte auf jetzt 5,1 Prozent, spiegelt sich auch im Geschäftsstellenbezirk Wolfhagen wider.

Die Arbeitslosigkeit hat sich laut der Agentur für Arbeit von März auf April um 23 auf 774 Personen verringert. Das waren 91 Arbeitslose weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im April 3,6 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei vier Prozent.

Dabei meldeten sich 156 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 35 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 172 Personen ihre Arbeitslosigkeit (minus 24). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 704 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von neun im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 682 Abmeldungen von Arbeitslosen (minus 46).

Bestand an Arbeitsstellen ist im Wolfhager Land im April auf 183 Stellen gesunken

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Wolfhager Land im April um 19 Stellen auf 183 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 30 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im April 39 neue Arbeitsstellen, 20 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 201 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 58.

„Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt setzt sich auch zum Frühlingsstart fort und senkt weiter die Arbeitslosigkeit aller Personengruppen im Monats- wie Jahresvergleich“, zieht Agenturchef Detlef Hesse eine positive April-Bilanz. Unverändert groß sei auch der Bestand an offenen Stellen im Gesamtbezirk mit aktuell 4537 Angeboten.

Allerdings zeige die Statistik hier – im Gegensatz zum Landesdurchschnitt – eine Reduzierung zum März. „Auch der Zuwachs seit Jahresbeginn ist nicht ganz so hoch wie im Hessenschnitt. Momentan scheint der Höchststand erst mal erreicht zu sein. Der Fachkräftebedarf bleibt jedoch unvermindert hoch und eine stete Herausforderung“, so Hesse.

Ein Plus von 8,2 Prozent im Bereich freie Ausbildungsplätze, ein Minus von 7,2 Prozent bei Bewerbern

Den aktuellen Ausbildungsmarkt kennzeichnet im Jahresvergleich ein Plus von 8,2 Prozent freien Ausbildungsplätzen und ein Minus von 7,2 Prozent gemeldeten Bewerbern. „Während die Ausbildungsbetriebe zunehmend in Konkurrenz zueinanderstehen, haben Berufsstarter sehr gute Chancen, sich erfolgreich zu bewerben“, erklärt Detlef Hesse und spricht von einem klassischen Bewerbermarkt.

Dabei würden die Vorteile der dualen Ausbildung leider immer noch unterschätzt und oftmals weiterführende Schulen bevorzugt. „Ein Studium in Bachelorstudiengängen aber ist allein mit Mittlerer Reife und einer Ausbildung mit Mindestnote 2,5 ohne weitere Voraussetzung wie Berufserfahrung möglich“, motiviert Hesse junge Leute, diesen Weg zu gehen. (Bea Ricken)

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