Umbaumaßnahmen in Wolfhager Straße beginnen 2019

Protestaktion gegen Schlaglöcher in Viesebeck: Jetzt äußert sich der Bürgermeister 

+

Viesebeck. Für eine etwas ungewöhnliche Protestaktion sorgten am Sonntagnachmittag offenbar Anwohner des Wolfhager Ortsteils Viesebeck. 

Artikel wurde aktualisiert um 17.01 Uhr.

Große Augen machten die Einwohner und Besucher des Viesebecker Schützenfestes am Sonntagnachmittag: Die Wolfhager Straße war von Samstagnacht bis Dienstagmittag an 22 Stellen, an denen Schlaglöcher das Straßenbild zeichnen, mit Stiefmütterchen bepflanzt und durch Pylonen kenntlich gemacht worden. 

Erich Herbold, stellvertretender Ortsvorsteher von Viesebeck, berichtet: „Die Polizei hat die Pflanzen und Pylonen am Dienstag abgebaut. Es sollte ein Zeichen an die Politik sein, dass die Straßen erneuert werden müssen. Wenn Lastwagen durch den Ort fahren, ist es bedrohlich.“ 

Ortsvorsteher Thomas Tichatschek ergänzt: „Die Straße ist seit Jahren in desolatem Zustand.“ Tichatschek, der zum Zeitpunkt der Aktion auf Sylt war, beschwichtigt aber auch: „Die Straße wird nächstes Jahr ausgebessert.“

Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos), der den Protest auf dem Weg zum Viesebecker Pfingstgottesdienst selbst mitbekam, sah darin einen „kreativen Hinweis zur Verkehrsberuhigung und Anmahnung an den längst fälligen Straßenbau“. 

Bisher hat sich niemand zu der Protestaktion bekannt

Wer die Blumen eingepflanzt hat und wie lange die Protestaktion anhält, ist nach wie vor unbekannt. Fest steht, dass die Aktion in der Nacht statt fand. Wer sich hinter der Protestaktion verberge, lasse sich laut Schaake nur erahnen: „Vermutlich hat sich am Samstagabend eine Gruppe beim Schützenfest gebildet, bei dem es bekanntlich sehr gesellig zugeht. Dort muss die Idee geboren und anscheinend auch gleich in der Nacht noch in die Tat umgesetzt worden sein“, berichtete Schaake. Ohne das Schützenfest hätte es diese Aktion, die er schmunzelnd wahrgenommen habe, wohl auch nicht gegeben, glaubt Schaake.

Das Ärgernis der Aktionsgruppe habe darin bestanden, dass die eigentlich für 2017 geplanten Arbeiten an der baufälligen Hauptstraße erst nächstes Jahr stattfinden. „Bei der Straße handelt es sich um eine Kreisstraße, deren Sanierung über den Kreishaushalt finanziert wird. Es hätte keinen Sinn gemacht, die Straße und die Gehwege, die auf Kosten des Stadthaushalts erneuert werden, zu unterschiedlichen Zeitpunkten auszubessern. Deshalb wird es eine gemeinsame Baumaßnahme von Kreis und Stadt geben“, erklärt Schaake.

Ein ganz entscheidender Faktor für die Verlegung des Baustarts ins Jahr 2019 sei gewesen, dass man Hilfsmittel für den 550 000 Euro teuren Umbau der Gehwege beantragt und auf deren Bewilligung gewartet habe. Diese Kosten gelten für den Bereich vom Ortseingang bis zum -ausgang. Der Bürgermeister verweist auf die Informationsveranstaltungen, die in naher Zukunft für die Einwohner durchgeführt werden sollen: „Hier werden Informationen darüber gegeben, wann die Arbeiten losgehen sollen. Außerdem wird es einen Überblick über den Zeitplan und weitere Entwicklungen geben. Beispielsweise wird der Gehweg an den Stellen, an denen er momentan noch einseitig ist, zweiseitig.“

Protestaktion will auf Missstände aufmerksam machen 

Aufgrund des schlechten Straßenzustandes der Ortsdurchfahrt (Hauptstraße) waren 22 Schlaglöcher mit Stiefmütterchen bepflanzt, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Für die Blumenpflege scheint aber auch gesorgt zu sein: Anwohner sorgen für das notwendige Nass.

Autofahrer, die Viesebeck durchquert haben, waren positiv gestimmt, denn die Schlaglöcher, die mit Verkehrshütchen abgesichert wurden, sind jetzt endlich sichtbar. Ein Anwohner sagte, dass die Straße wohl erst 2019 gemacht werden soll, obwohl 2017 im Gespräch war. Ein weiterer Anwohner erklärte: "Wenn das auch 2019 wieder nichts wird, werden wir Büsche pflanzen." (mit Hessennews.tv)

Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt

Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV
Aus Protest: Stiefmütterchen in Schlaglöcher in Viesebeck gepflanzt
 © HessennewsTV

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.