Abschluss an der Walter-Lübcke-Schule

Abitur-Zeugnisse für 101 Schüler

Geschafft: 101 Schüler der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule freuten sich am Samstag über ihre Abschlusszeugnisse und stellten sich vor der Übergabe stolz zum Gruppenfoto auf.
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Geschafft: 101 Schüler der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule freuten sich am Samstag über ihre Abschlusszeugnisse und stellten sich vor der Übergabe stolz zum Gruppenfoto auf.

101 Schüler haben in diesem Jahr an der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule das Abitur bestanden, vier von ihnen mit der Traumnote 1,0.

Wolfhagen - Treffender als mit „Cover me in Sunshine“ hätte der Chor der Walter-Lübcke-Schule kaum einstimmen können in die feierliche Verabschiedung des Abiturjahrgangs. „Hülle mich in Sonnenschein“ heißen die Zeilen von Pinks aktuellem Hit übersetzt, und genau das war nicht nur zur Zeugnisübergabe am Samstagmittag Programm, sondern irgendwie für das komplette Schuljahr.

„Wir haben ein wirklich besonderes Abitur, ein besonderes Jahr erlebt“, resümiert Schulleiter Ludger Brinkmann und meint damit nicht nur die Pandemie, sondern auch die Tatsache, dass für die Wolfhager Gesamtschule etwas Neues begonnen hat.

„Es ist euch gelungen, euch für unsere Schule, für Wolfhagen, für das Wolfhager Land und für demokratische Werte einzusetzen, ihr habt deutlich gemacht, dass wir offen für Vielfalt sind“, so der Schulleiter, der seinen Dank an den ersten Abschlussjahrgang der Walter-Lübcke-Schule schickte, ohne dessen Engagement es die Umbenennung der einstigen Wilhelm-Filchner-Schule wohl nicht gegeben hätte. „Gleichzeitig in den Abiturprüfungen Leistungen zu erbringen, wie sie an dieser Schule in diesem Maße noch nie zuvor erlebt worden sind, ist außerordentlich und besonders. Gesellschaftliches Engagement und gute Leistungen schließen einander eben nicht aus“, so Brinkmann, der an seiner Schule von Corona-Defizitgeneration nichts hören will. „Der aktuelle Abschlussjahrgang steht im krassen Gegensatz dazu, und das macht Mut und Hoffnung für die Zukunft.“

Gleich vier Mal gab es die Traumnote 1,0: Max Vogel (von links), Hannah Appel, Hanna Wagner und Jannis Küstner.

Nicht nur der fantastische Jahrgangsdurchschnitt von 2,32 mache ihn zu einem glücklichen und stolzen Schulleiter, sondern auch die Tatsache, dass gleich vier Zeugnisse eine glatte Eins zieren. Hanna Wagner aus Wolfhagen will mit ihrem Super-Ergebnis nach Bamberg gehen, um Psychologie zu studieren. Ein Fach, das auch Mitschülerin Hannah Appel aus Nothfelden gefallen könnte, die aber erst einmal reisen will, bevorzugt durch Irland und Italien.

Ausgezeichnet für besondere Verdienste rund um die Umbenennung ihrer Schule: Johanna Böttger, Lukas Mühlbauer (Mitte) und Alexander Schadt-Mertz.

Max Vogel aus Wolfhagen wird mit seiner Traumnote voraussichtlich in Karlsruhe landen, um Informatik zu studieren, und Kollege Jannis Küstner zieht es nach Stuttgart, wo bei Mercedes ein dualer Studiengang auf ihn wartet. Dass sie durch ihr Abitur im Coronazeitalter später einmal Nachteile haben werden, glauben die Vier nicht. „Hinsichtlich des Lernstoffs hatten wir gar keine großen Einschränkungen, alles war sehr gut organisiert, für unseren Abschlussjahrgang gab es auch viele Ausnahmeregelungen, lediglich im Zwischenmenschlichen mussten wir Abstriche machen“, blickt Vogel zurück. Auch Jannis Küstner sieht die Pandemie zumindest für seinen Jahrgang weniger problematisch als anfangs gedacht: „Die ganze Situation hat uns nicht so arg getroffen. Wir hatten gute Ausweichprogramme“, sagt der 19-jährige Naumburger und freut sich, Teil eines ganz besonderen Jahrgangs zu sein, der sich den strahlenden Sonnenschein nach einem Schuljahr der besonderen Herausforderungen garantiert mehr als verdient hat. (Sascha Hoffmann)

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