Amon Witte unterstützte Hilfsaktion der Feuerwehr

Wolfhager radelt für die Flutopfer

Amon Witte ist bis ins thüringische Ohrdruf geradelt und hat so die Aktion „Nordhessen radelt für die Flutopfer“ unterstützt.
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Amon Witte ist bis ins thüringische Ohrdruf geradelt und hat so die Aktion „Nordhessen radelt für die Flutopfer“ unterstützt.

Sie kümmern sich uneigennützig um ihre Mitmenschen. Selbstloses Engagement eint die Alltagsengel unserer Serie. Heute: Amon Witte, stellvertretend für alle Teilnehmer der Aktion „Nordhessen radelt für die Flutopfer“.

Wolfhagen – Verrückt. So oder so ähnlich wird Amon Witte nicht selten bezeichnet, als er Anfang August beschließt, spontan auf sein Rad zu steigen, um von Wolfhagen ins thüringische Ohrdruf zu radeln. „Verrückt“ ist hier keinesfalls despektierlich, sondern absolut wohlwollend, vielleicht gar bewundernd gemeint, hat der 19-Jährige so schließlich nicht nur die Spendenaktion „Nordhessen radelt für die Flutopfer“ über die Landesgrenzen hinausgetragen, sondern ist am Ende sogar der Teilnehmer mit den meisten gefahrenen Kilometern.

Exakt sieben Stunden und 47 Minuten Fahrzeit sowie eine Übernachtung in Eisenach hat der junge Feuerwehrmann benötigt, um in der Wolfhager Partnerstadt jubelnd empfangen zu werden und endlich die langersehnte Thüringer Bratwurst genießen zu können.

„Der Empfang am Feuerwehrhaus der Kollegen war einfach fantastisch, daran denke ich gern zurück, worauf ich allerdings hätte verzichten können, ist der Reifenplatzer nur zwei Kilometer vor Ohrdruf“, sagt Witte, sieht beim sensationellen Gesamtergebnis der Aktion über die kleine Reifenpanne aber gern hinweg.

Die Aktion „Nordhessen radelt für die Flutopfer“, die ihre initiale Idee bei Wolfhagens Feuerwehrpressesprecher Michael Langer fand und sich durch das Team der Öffentlichkeitsarbeit, den Förderverein und das Leitungsteam wie ein Schneeballsystem weiterentwickelt hat, war am 20. Juli in Wolfhagen gestartet. Die ersten sieben Staffelstäbe mit Informationen zur Aktion machten sich auf ihren Weg zu Nachbargemeinden in allen Himmelsrichtungen, um von dort einen wahren Siegeszug anzutreten.

Immer neue Rekordmeldungen trudelten bei den Organisatoren ein, die ihr ursprünglich angestrebtes Spendenziel in Höhe von 20 000 Euro schnell nach oben korrigieren mussten, um im Oktober in der Verbandsgemeinde Altenahr im Ahrtal schließlich eine sensationelle Gesamtsumme von mehr als 240 000 Euro zu überreichen. Überaus groß der Beifall aus allen Ecken, bis heute ist die Aktion in aller Munde, auch für unsere Alltagsengel-Serie wurden die emsigen Radler, die die Aktion zu einem solchen Erfolg geführt haben, so häufig vorgeschlagen wie niemand anders.

Amon Witte ist stolz, einer von ihnen zu sein und seinen Teil zum Erfolg beigetragen zu haben. „Die Aktion war nicht nur erfolgreich, sie hat auch sehr vielen Menschen Spaß gemacht und gezeigt, dass der Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehren auch überregional sehr gut ist.“

Muskelkater habe er übrigens keinen gehabt, einziges Problem sei die sinkende Motivation auf den letzten Kilometern gewesen. „Dadurch, dass ich allein gefahren bin, hatte ich irgendwann einfach keinen Bock mehr“, erinnert er sich und ist heute noch froh, genau da auf eine Gruppe Radfahrer getroffen zu sein, die ihn mitgezogen habe.

„Direkt am nächsten Tag wäre ich garantiert nicht noch einmal gestartet, auch eine Woche später nicht, aber heute könnte ich es mir durchaus wieder vorstellen“, sagt er und fügt grinsend hinzu: „Ein bisschen verrückt bin ich vielleicht doch.“ (Sascha Hoffmann)

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