Einstimmiges Votum der Wolfhager Vertreter

Fusion ist perfekt: Raiffeisenbanken Wolfhagen und Calden verschmelzen

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100 Prozent Zustimmung: Bei einer Enthaltung haben die übrigen 157 Mitglieder der Wolfhager Vertreterversammlung dem Zusammenschluss der Raiffeisenbanken Wolfhagen und Calden zugestimmt. Neuer Name ist Raiffeisenbank Hessen Nord eG.

Wolfhagen. Der Zusammenschluss der Raiffeisenbanken Wolfhagen und Calden ist gelungen. Das Votum der 158 Mitgliedervertreter der Wolfhager Genossenschaftsbank am Donnerstagabend war einstimmig.

Bereits eine Woche zuvor hatte die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Calden die Fusion abgesegnet. Mit Eintragung der Verschmelzung in das Genossenschaftsregister wird die neue Bank als Raiffeisenbank Hessen Nord auftreten.

Auf die Verschmelzung arbeiten die Genossenschaftsbanken lange zu. Seit vier Jahren kooperieren sie. Mit dem Zusammenschluss reagieren sie auf die zunehmend schwierigen Bedingungen am Markt. So hatte das anhaltend niedrige Zinsniveau zuletzt leicht sinkende Betriebsergebnisse zur Folge, wenngleich die Raiffeisenbank Wolfhagen im Ranking aller Genossenschaftsbanken überdurchschnittlich gut dastehe, betonte Vorstand Frank Möller.

Weil die Zinsbindungen von höher verzinslichen Darlehen auslaufen und Eigenanlagen mit hohen Verzinsungen fällig werden, setze sich der negative Trend weiter fort. Steigende Kosten und eine Flut immer neuer Gesetze und Richtlinien erschweren zusätzlich die Arbeit der Banken.

Frank Möller und sein Caldener Vorstandskollege Martin Thöne setzen auf Synergien und eine höhere Effizienz durch den Zusammenschluss. Bei den Personalkosten werde es durch altersbedingte Fluktuation Einsparungen geben. Die Vorstände Eckhard Lenz (Wolfhagen) und Werner Kolle (Calden) scheiden mit Eintragung der Verschmelzung aus dem Vorstand aus. Durch Vereinbarung mit dem Betriebsrat sind betriebsbedingte Kündigungen in Folge der Fusion ausgeschlossen.

Durch die Nutzung von Synergieeffekten soll die Fusion den Erhalt „einer starken eigenständigen Genossenschaftsbank in der Region dauerhaft sichern“, so Möller.

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