Kaninchenzüchter im Kreisverband hoffen auf das kommende Jahr 2022

Im Wolfhager Land bleiben Rassetiere im Stall

Züchter aus Carlsdorf: Uwe Hofmeyer hat sich vor Jahren für die Zucht von Blaulohkaninchen entschieden.
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Züchter aus Carlsdorf: Uwe Hofmeyer hat sich vor Jahren für die Zucht von Blaulohkaninchen entschieden.

Was das Salz in der Suppe, sind die Schauen für die Rassekaninchenzüchter. Der Wettbewerb, das Messen mit den Kollegen und die Bestätigung der guten Arbeit durch die Preisrichter, darauf arbeiten die Züchter hin.

Zierenberg/Grebenstein – So erklären es Wolfgang Elias und Uwe Hofmeyer. Elias ist Vorsitzender des Vereins in Zierenberg sowie Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Kreisverband Hofgeismar-Wolfhagen, im Landesverband Kurhessen und beim Dachverband, dem Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK).

Hofmeyer ist Mitglied im Zuchtverein Hümme. Der Carlsdorfer züchtet Blaulohkaninchen.

Im Kreisverband Hofgeismar-Wolfhagen fehlt die Würze. Schon zum zweiten Mal musste die Schau aufgrund der Pandemie abgesagt werden. Sie hätte Anfang Dezember in Grebenstein stattfinden sollen. Doch die Auflagen seien für eine Veranstaltung, die von Ehrenamtlichen ausgerichtet wird, nicht zu stemmen, erklärt Elias. Denn vermutlich wäre es auf die 2G-Regelung hinausgelaufen, also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene.

Doch was macht es mit den Vereinen, für die eine Schau auch Eigenwerbung ist? Was macht es mit den Mitgliedern, wenn das Ziel wegfällt? Und schließlich ist es nicht nur für die Züchter eine Gelegenheit, ihre Arbeit zu präsentieren. Die Frauen, die in den Kreativ- und Handarbeitsgruppen aktiv sind, mussten ihre selbst gemachten Schätze in den Truhen verstauen.

Eine Auswirkung erwartet Elias bei den Mitgliederzahlen. Es gab kaum Möglichkeiten, Nachwuchs für die Verei

ne zu gewinnen: Die Besuche in Kindergärten und Schulen sind ausgefallen. Gleichzeitig hätten einige der älteren Züchter schon vor der Pandemie überlegt aufzuhören. Der Zierenberger ist sich sicher, diese Überlegung wurde bei einigen nun doch umgesetzt. „Im nächsten Jahr werden wir das spüren.“ Für alle anderen Züchter „bleibt die Betätigung mit ihren Tieren“. So sieht es auch Hofmeyer. Denn ganz umsonst sei der Nachwuchs aus den vergangenen Jahren nicht. Mit ihm könne schließlich weiter gezüchtet werden. Das Mitein-ander fehle jedoch, findet Hofmeyer. „Kaninchenzüchter können zwar gut alleine, aber wir lieben auch den Austausch.“ Dazu gehöre beispielsweise das Fachsimpeln am Käfig während einer Schau.

„Uns trifft die ausgefallene Ausstellung genau so wie die Züchter“, erklärt Hildegard Dettmar, Vorsitzende der Kreativ- und Handarbeitsgruppe Hümme, auf Nachfrage. Aber im Gegensatz zu den Kaninchenzüchtern könnten sie immerhin ihre Handarbeiten auch im nächsten Jahr noch zeigen. Da sei es viel einschneidender, dass die regelmäßigen Treffen nicht mehr stattfinden können. Nun tauschen sich die Frauen stattdessen vermehrt über den Nachrichtendienst WhatsApp aus.

Inzwischen musste der Landesverband wegen der Corona-Pandemie auch die Hessische Landesschau absagen, die am 15. und 16. Januar in den Kasseler Messehallen stattfinden sollte.

(Hanna Maiterth)

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