Terminvergabe soll bleiben

Rathäuser im Wolfhager Land kehren langsam zur Normalität zurück

Rathaus in Habichtswald
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Die Terminvergabe im Rathaus in Habichtswald soll zunächst bleiben.

Die Schließung der Rathäuser während des Lockdowns wird in einigen Kommunen des Wolfhager Landes zu Veränderungen beim Publikumsverkehr führen.

Wolfhager Land – Bürger können sich darauf einstellen, dass die Terminvergabe, die mit der Coronapandemie aus Gründen der Sicherheit eingeführt wurde, beibehalten wird.

Das Wolfhager Rathaus habe mit der Vergabe von Terminen gute Erfahrung gemacht, sagt Hauptamtsleiter Kai Liebig. „Die ist auch bei den Bürgern richtig gut angekommen.“ Wartezeiten hätten vermieden werden können. Auch hätten Bürger am Telefon ihr Anliegen schildern können, und das Personal habe sich darauf eingestellt. Demnächst können auch über die Homepage der Stadt Termine vereinbart werden. Zum 1. Juli soll das Rathaus wieder über den Haupteingang zugänglich sein und nicht nur über die Tür hinterm Gebäude, wo man sich per Klingel bemerkbar machen muss. Der spontane Besucher müsse sich dann wohl auf Wartezeiten einstellen, da vor ihm jemand an der Reihe sein könne, der zuvor einen Termin ausgemacht habe, so Liebig.

Positiv ist die Resonanz auch in Habichtswald. „Wir haben während der Pandemie nicht eine einzige Leistung schmälern müssen“, sagt der 1. Beigeordnete Martin Rosowski, auch er betont die Vorzüge der Terminvergabe. Gerade bei Anliegen in einer der Fachabteilung sei es gut, wenn sich die Bürger mit dem Mitarbeiter verabreden würden und nicht beim spontanen Besuch Gefahr laufen, ihn nicht anzutreffen. Wann das Rathaus wieder öffnen wird, sei derzeit allerdings noch unklar.

Im Rathaus in Breuna klingeln die Bürger, damit sie an einem Fenster bedient werden. Bei größeren Anliegen werden sie ins Rathaus gelassen, erklärt Bürgermeister Jens Wiegand. Diese Regelung werde noch ein paar Wochen bleiben, denn „die Gefahr ist immer noch da“.

Die Verwaltung in Zierenberg kann nur nach vorheriger Terminvereinbarung besucht werden. Wie Bürgermeister Rüdiger Germeroth sagt, habe sich das System bislang bewährt. Gleiches gilt im Naumburger Rathaus, berichtet Bürgermeister Stefan Hable. Zudem könnten sich die Mitarbeiter gezielter auf die Termine vorbereiten. „Im Übrigen wird niemand, der unangekündigt vor der Tür steht, abgewiesen.“ Auch die Terminvergabe im Rathaus in Bad Emstal bleibt weiter bestehen, sagt Bürgermeister Stefan Frankfurth. (Antje Thon und Samira Müller)

Verordnung galt bis zum 27. Juni

Die Rathäuser wurden auf Grundlage der Corona-Kontakt-und Betriebsbeschränkungsverordnung geschlossen. Diese regelt zudem eine Maskenpflicht für alle öffentlich zugänglichen Gebäude, dazu zählen auch Rathäuser. Das teilt die Geschäftsstelle Presse-Corona des Hessischen Ministerium für Soziales und Integration mit. Alles Weitere regeln die Kommunen selbst. Die Verordnung trat am 1. Dezember 2020 in Kraft und galt bis zum 27. Juni 2021. 

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