Wolfhager Land

Region sucht Wahlhelfer: Kommunalwahl 2021 unter erschwerten Corona-Bedingungen

Auf dem Bild zu sehen sind Stimmzettel einer Wahl.
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Für die Kommunalwahlen und die Ausländerbeiratswahlen am 14. März des kommenden Jahres sucht die Region Wahlhelfer.

Für die Kommunalwahlen und die Ausländerbeiratswahlen am 14. März des kommenden Jahres sucht die Region Wahlhelfer.

Wolfhager Land - Durch verschärfte Hygienevorschriften wegen der Corona-Pandemie und dem damit erwarteten, höheren Briefwahl-Anteil, werden mehr Ehrenamtliche benötigt als bei vorherigen Wahlen. Knapp 480 Wahlhelfer braucht das Wolfhager Land insgesamt (Wolfhagen: 159, Bad Emstal: 113, Naumburg: 73, Zierenberg: 45-50, Breuna: 45, Habichtswald: 38).

Besonders Bad Emstal und Naumburg suchen dringend ehrenamtliche Wahlhelfer, hier haben sich bisher zu wenig Freiwillige gemeldet. „Wir gewinnen die Wahlhelfer mit Unterstützung der Ortsvorsteher und der örtlichen Parteien. Das Verfahren läuft gerade noch. Wir haben aber noch nicht alle Positionen besetzen können und würden uns über Freiwillige, die Spaß an der Aufgabe haben, freuen“, sagt Thomas Fingerling, Wahlleiter der Stadt Naumburg. Hinzu komme die Arbeit in den Auszählungswahlvorständen am Montag. „Auch hier haben wir immer neben den Mitarbeiten von Stadt und Landkreis Ehrenamtliche eingesetzt.“

In Bad Emstal liege die Zahl der Freiwilligen bisher im einstelligen Bereich, wie Mira Keilmann berichtet. Es wurde bereits ein Aufruf durch die Gemeinde gestartet, um weitere Wahlhelfer zu gewinnen. Ebenso verfahre auch die Stadt Wolfhagen, sagt Bürgermeister Reinhard Schaake.

In den Gemeinden Breuna, Zierenberg und Habichtswald sind laut Angabe der Gemeindeverwaltungen ausreichend Wahlhelfer verfügbar. Finden sich in einer Gemeinde nicht ausreichend freiwillige Helfer, werden Bürger zum Wahlhelfer berufen. Gehören diese allerdings zur Risikogruppe, können sie pandemiebedingt das Ehrenamt ablehnen.

Sicher ist, dass die Kommunalwahl in Präsenzform stattfinden wird. Die Frage einer reinen Briefwahl sei keine, die im Ermessen der Kommunen stehe, wie Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn erklärt: „Die Hessische Verfassung und das Kommunalwahlgesetz normieren ganz klar den Grundsatz der Öffentlichkeit der Wahlhandlung, was nur mit einer Präsenzwahl sichergestellt ist.“ Die Wahllokale würden auch in der Pandemie entsprechend ausgestattet sein, Abstands- und Hygieneregeln würden umgesetzt und die Wahlhelfer entsprechend geschult.

Die Briefwahl sei durch die gesetzliche Regelungen bei allen Wahlen in Hessen generell eine angebotene Alternative, jedoch nicht die einzige Möglichkeit der Stimmenabgabe. Mira Keilmann von der Gemeinde Bad Emstal sagt: „Wir gehen aber davon aus, dass die Briefwahl bei der kommenden Kommunalwahl über das übliche Maß hinaus in Anspruch genommen wird.“

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