Januar und Februar zählen eigentlich zu den stärksten Buchungsmonaten

Reisebüros im Wolfhager Land müssen kämpfen

Das Reisebüro Wimke in Wolfhagen ist derzeit für Kunden geschlossen
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Geringe Anfragen: Im Wolfhager Reisebüro Wimke ist es – wie in den meisten Reisebüros – noch sehr ruhig. Kunden sind mit Reisebuchungen während der Coronapandemie sehr zurückhaltend.

Die Reisebüros haben in der Corona-Zeit sehr zu kämpfen. Bisher gehen nämlich nur wenige bis gar keine Buchungen ein. So ist es auch im Derpart Reisebüro Wimke in Wolfhagen.

Wolfhager Land – „Wir haben wirklich geringe Anfragen“, sagt Geschäftsleiter Klaus Spohr. Eigentlich seien vor allem Januar und Februar die stärksten Buchungsmonate. Spohr wird von seinen Kunden in letzter Zeit nur öfter gefragt, wann es denn wieder losgehen würde. Doch diese Frage, kann er selbst nicht mal beantworten. „Es wäre uns schon geholfen, wenn es nach Pfingsten wieder mit den Buchungen weiter geht.“ Der Geschäftsleiter ist froh, dass er bisher keine Existenzprobleme zu vermelden hatte. „Die Fixkostenhilfe vom Staat hat uns sehr geholfen, aber auch von privater Seite wurde uns unter die Arme gegriffen.“ Klaus Spohr redet dabei von den Vermietern, denn er muss monatlich auch für sein Geschäft Miete zahlen.

Doch so manch eine Anfrage zur Buchung eines Urlaubes kam dann doch ins Reisebüro geflogen. Dabei handelt es sich meist um Reisen in Deutschland. „Manche buchen allerdings schon für 2022 ihre Kreuzfahrten“, sagt Spohr. Die Leute sind insgesamt gespalten, wenn es um das Verreisen geht, bemerkt Spohr. „Ich habe einerseits Kunden, die mir mitteilen, dass sie unbedingt jetzt wieder verreisen möchten, aber andererseits gibt es auch genügend Leute die sagen, dass es ihnen aufgrund der Pandemie noch zu früh ist.“ Vielen sei es einfach noch zu unsicher.

Das Reisebüro Gudrun Deiß Reiseservice in Wolfhagen hat auch sehr zu kämpfen. Derzeit habe auch die Geschäftsführerin Gudrun Deiß nur wenige bis gar keine Buchungen. Sie bekommt allerdings auch mehrere Anfragen dazu, wie es denn weitergeht und ob man denn wieder Reisen könnte. „Es sind einfach derzeit noch zu viele Fragezeichen“, erklärt Deiß. Daher seien die Kunden auch mit den Buchungen noch sehr verhalten, weil einfach keiner weiß, wie es in ein paar Monaten aussehen wird. Die Geschäftsführerin kann ihren Kunden auf diese Fragen auch keine Antworten geben. Sie ist sich allerdings sicher, dass wenn man wieder Reisen kann, dann werden die Leute auch verreisen. „Die Menschen wollen einfach wieder raus und mal etwas anderes sehen.“

Das TMG Reisebüro in der Gemeinde Habichtswald muss auch die derzeit fehlenden Buchungsanfragen einstecken.

Geschäftsführerin Gudrun Ringsleben erklärt, dass die frühen Monate im Jahre eigentlich zu den stärksten Buchungsmonaten zählen. „Die Coronazahlen müssen erst wieder zurückgehen, damit das Reisen wieder unbeschwerter ist“, so Ringsleben. Sie hofft daher auf die Impfungen. (Lea Beckmann)

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