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Richtig heizen senkt Kosten im ganzen Haushalt

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Von: Bea Ricken

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Je ein Grad niedrigere Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Heizkosten.
Je ein Grad niedrigere Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Heizkosten. © Bea Ricken

Hier gibt es nützliche Tipps zum Energiesparen.

Wolfhager Land – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat am 23. Juni die Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Vorausgegangen war die Reduktion der von Russland über die Pipeline Nordstream 1 gelieferten Erdgasmenge um 60 Prozent. Die Alarmstufe ist die zweite von drei Eskalationsstufen des Notfallplans Gas. „Die Versorgung ist aktuell gewährleistet. Es finden keine Eingriffe in den Markt statt“, erklärt Matthias Boos, Sprecher der Wolfhager Stadtwerke. Der Notfallplan Gas beinhaltet drei Eskalationsstufen. Erst die dritte und letzte (Notfallstufe) kann zu einer Reduktion oder Unterbrechung der Erdgasversorgung führen.

„Aktuell kann das niemand genau sagen, weil unklar ist, wie viel Gas bis zum Winteranfang eingespart wird, ob und in welchem Umfang über andere Lieferanten zusätzlich Gas geliefert wird – beispielsweise über schwimmende LNG-Terminals – und ob Russland tatsächlich seinen bestehenden Lieferverpflichtungen nicht nachkommt“, sagt Boos. Aufgrund dieser unklaren Situation komme es jetzt darauf an, Energie nach Möglichkeit so früh wie möglich einzusparen und sich auf die nächste Heizperiode vorzubereiten. So könne jeder seinen Beitrag leisten, um die Versorgungslage zu entspannen. Die Stadtwerke geben Tipps:

Körperpflege

Duschen statt Baden: Die Energiekosten für ein Vollbad sind rund dreimal höher als beim Duschen. Ein Vier-Personen-Haushalt spart im Jahr so leicht 150 Euro. Mit Wasser-Durchflussbegrenzern lassen sich die Energie- und Wasserkosten ohne Komforteinbuße um 20 bis 50 Prozent senken. In vielen Häusern mit Zirkulationsleitung läuft die Pumpe rund um die Uhr. Eine zeitgesteuerte und richtig dimensionierte Warmwasser-Zirkulationspumpe reduziert Stromkosten um bis zu 90 Prozent.

Haushalt

Mit gutem Waschmittel wird Kochwäsche auch bei 60 Grad sauber. Füllmenge der Waschmaschine optimal ausnutzen und auf Vorwaschgang verzichten. Wenn Buntwäsche bei 30 bis 40 Grad gewaschen wird, sind im Jahr rund 200 Kilowattstunden Strom und 5000 Liter Wasser einzusparen. Auch das Trocknen auf der Wäscheleine statt im Trockner spart Energie. Moderne Geschirrspüler benötigen oft nur ein Drittel des Wassers, das beim Spülen per Hand verbraucht wird. So sind bis zu zwei Drittel Energie zu sparen. Die Tür des Kühlschranks nur kurz öffnen. Eindringende warme Luft führt leicht zur Eisbildung und erhöht den Stromverbrauch im Kühlschrank reichen 7 Grad, bei Gefriergeräten - 18 Grad vollkommen aus. Jedes Grad weniger kostet fünf Prozent mehr Energie. Energiesparende Töpfe haben ebene Böden und gut sitzende Deckel. Ersparnis: 15 Prozent Energie. Wer den Deckel auf dem Topf lässt, kann weitere 60 Prozent sparen. Eine Kaffeemaschine liefert Kaffee energiesparender als das Aufbrühen von Hand. Auch Eierkocher und Toaster gehen besonders sparsam mit Energie um.

Heizen

Wenn Rollläden und Vorhänge nachts geschlossen sind, verringert das die Wärmeverluste. Gedämmte Heizkörpernischen sparen bis zu vier Prozent Heizkosten. Verkleidungen vor Heizkörpern verhindern, dass sich die Wärme im Raum ausbreiten kann. Auch lange Vorhänge, ungünstig platzierte Möbel sowie am Heizkörper trocknende Handtücher schlucken bis zu 20 Prozent Wärme. Manche mögen’s heiß und wundern sich später über hohe Heizkosten. Je ein Grad niedrigere Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Heizkosten. Ist die Heizung außerhalb des Wohnbereichs sollten Heizkessel, Warmwasserbereiter sowie Heizungs- und Warmwasserrohre gedämmt sein. Eine Heizung in gutem Zustand spart bis zu vier Prozent Energiekosten. Nachts genügt in den Wohnräumen eine Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad, das spart leicht 20 bis 30 Prozent Energie. Die „Nachtabsenkung“ sollte auch während des Urlaubs genutzt werden. Ein moderner Brennwertkessel verbraucht bis zu 40 Prozent weniger Energie.

Lüften

Frischluft ist das Nonplusultra, gekippte Fenster sorgen aber kaum für frische Luft, sondern für hohe Heizkosten. Ein ständig gekipptes Fenster kann leicht 200 Euro pro Jahr kosten. Gelüftet werden sollte in der Heizperiode vier Mal täglich für etwa fünf Minuten per Stoßlüftung, bei ganz geöffneten Fenstern. Nach dem Duschen und Kochen zusätzlich kurz lüften. Währenddessen die Thermostatventile abdrehen. (Bea Ricken)

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