Areal weiter frei zugänglich

Die Rinder sind jetzt los: Tiere nun im gesamten Naturschutzgebiet unterwegs

Entspannte Rindviecher: Am Glockenborn bei Bründersen sind die Schottischen Hochlandrinder jetzt nicht mehr eingezäunt, sondern können sich frei bewegen. Fotos:  Ricken

Wolfhagen. Im Glockenborn bei Bründersen sind die Rinder los: Statt wie bisher separat eingezäunt, bewegen sie sich jetzt frei im Naturschutzgebiet. Wie in den Bergen wurden Weideroste an den Zufahrten installiert. Da Weidetiere diese Roste meiden, verlassen sie das Areal nicht.

„Spaziergänger können nach wie vor das Gebiet durchqueren“, erklärt Stephan Schmidt von der Stadt Wolfhagen. Die Hochlandrinder vom Glockenborn gehörten zu einer entspannten Rasse. „Wenn man Regeln beachtet, geht von den Tieren keine Gefahr aus.“ Auch auf dem Dörnberg und am Hohen Gras führten ja die Wanderwege schon seit vielen Jahren an grasenden Rindern vorbei.

Baggerarbeiten an Gräben

Das Projekt am Glockenborn, zu dem auch Baggerarbeiten an den Gräben und die Anlage einer Niedrigwasserzone gehörten, ist eine Ausgleichsmaßnahme für den Umbau der Kreisstraße 102 zwischen Wolfhagen und Philippinenburg. Die Kosten liegen nach Auskunft von Hessen Mobil bei 40 000 Euro.

„Damit dafür nicht wie in der Vergangenheit wertvolle Ackerflächen beansprucht werden, bot es sich an, diese lebensraumverbessernden Maßnahmen in das Naturschutzgebiet Glockenborn zu verlegen“, so Schmidt. „Dies wurde zwischen Hessen Mobil, der Oberen Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Kassel, Hessen Forst und der Stadt Wolfhagen abgestimmt und in den vergangenen Wochen umgesetzt.“

„Wenn man Regeln beachtet, geht von den Tieren keine Gefahr aus.“

Durch die Erweiterung der Beweidungsflächen auf die große südwestliche Fläche könnten die Rinder als Landschaftspfleger eingesetzt werden. Dies komme der natürlichen Art von Weidenutzung in Feuchtgebieten und Bachauen am nächsten und sei für die Tier- und Pflanzenwelt des Gebietes wertvoll. Der Weg durch das Naturschutzgebiet könne auch vom landwirtschaftlichen Verkehr weiter genutzt werden.

Die Stadt Wolfhagen bittet Spaziergänger, sich bei der Durchquerung des Gebietes an folgende Regeln zu halten:

• Hunde sind an der Leine zu führen.

• Wege dürfen nicht verlassen werden.

• Weidetiere dürfen nicht gefüttert oder gestreichelt werden.

• Von den Tieren ist Abstand zu halten, besonders von Jungtieren damit die Muttertiere nicht „verärgert“ werden.

• Fahrzeugführer müssen die Geschwindigkeitsbegrenzung beachten.

• Fahrradfahrer sollen langsam fahren oder bei Unsicherheit schieben.

• Keinen Müll hinterlassen, dieser kann gesundheitliche Schäden bei den Tieren im Naturschutzgebiet verursachen.

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