Ringen um Kunstrasenplatz

FSV und Stadt Wolfhagen prüfen Fördermöglichkeiten für neue Spielstätte

Foto eines leeren Rasenplatzes mit einer leeren Tribüne im Hintergrund.
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Das Liemeckestadion in Wolfhagen: Fußballer, Leichtathleten, Schüler – viele Gruppen nutzen den Rasenplatz, der dadurch stark strapaziert wird. Einen Kunstrasenplatz wünschen sich vor allem die Fußballer des FSV.

Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher (SPD) und Landtagsabgeordneter Oliver Ulloth (SPD) zeigten jetzt Bürgermeister Reinhard Schaake und Vertretern des FSV Rot-Weiß Wolfhagen Fördermöglichkeiten auf.

Wolfhagen – Das Bestreben, in Wolfhagen einen Kunstrasenplatz zu verwirklichen, ist nicht neu. „Wir sind auf dem Weg“, sagt Andreas Geselle vom Vorstand des FSV.

Dazu gehöre auch, sich für eine von zwei Fördervarianten zu entscheiden. Entweder gibt es Zuschüsse vom Bund oder vom Land, eine Kombination beider Töpfe funktioniere nicht. Dies auszuloten, die verschiedenen Interessen abzuklären, Partner mit ins Boot zu holen und eine Finanzierung auf die Beine zu stellen, damit sei man derzeit beschäftigt.

Der Rasenplatz auf der Liemecke sei durch die starke Beanspruchung arg in Mitleidenschaft gezogen, sagt Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake. Neben den verschiedenen Fußballmannschaften des FSV trainieren auf ihm auch Sportler des Vereins für Leibesübungen (VfL) und die Walter-Lübcke-Schüler. „Bei der intensiven Nutzung kann sich der Platz nicht regenerieren“, sagt Schaake und spricht damit ein Problem an, das die Vereine und Schüler nicht hätten, würden sie ihren Sport auf einem Kunstrasenplatz betreiben.

Investition von mindestens einer Million Euro

Die vergangenen Jahre waren geprägt von der bislang erfolglosen Suche nach einem geeigneten Grundstück für einen solchen Platz. Das Liemeckestadion habe ein zu starkes Gefälle, sagt Schaake. Der Schotterplatz nebenan falle schon allein deshalb aus, weil er der Dreh- und Angelpunkt des Viehmarktes ist und das Volksfest dann dort nicht mehr stattfinden könnte. Andere Flächen im Umfeld der Liemecke befänden sich in privater Hand, die Eigentümer seien jedoch nicht verkaufsbereit.

Nun allerdings habe man ein Areal ins Auge gefasst, das zumindest teilweise der Stadt gehört. Wo es sich befindet, dazu halten sich FSV und Bürgermeister Schaake bedeckt. Der Rathauschef geht bei den Investitionskosten von mindestens einer Million Euro aus. Denn mit dem Kunstrasen allein sei es ja nicht getan. Flutlicht, Sitzplätze und Gebäude für die Umkleiden zählten ebenfalls dazu.

In Abhängigkeit vom Förderprogramm muss auch geklärt werden, wer das Vorhaben federführend vorantreibt. Ist es der FSV, also ein Verein, oder die Kommune? Klar sind sich die Beteiligten, dass es sich um eine Gemeinschaftsaufgabe handelt, in die mehrere Interessensgruppen eingebunden werden sollten.

Neben den Fußballern und der Stadt könnten das der Landessportbund, die Schule, der Kreis Kassel, weitere Vereine und das Land oder eben der Bund als Zuschussgeber sein. (Antje Thon)

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