Neuer Wetterschutz für die Krone

Sanierungsarbeiten am Gemäuer der Weidelsburg werden fortgesetzt

Fortsetzung folgt: Im vergangenen Jahr hat Andreas Paul von der Firma Sosa mit seinen Kollegen Wurzeln in der Krone der Zwingermauer entfernt und Schadstellen erneuert. In wenigen Wochen sollen die Arbeiten fortgesetzt werden. Archiv
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Fortsetzung folgt: Im vergangenen Jahr hat Andreas Paul von der Firma Sosa mit seinen Kollegen Wurzeln in der Krone der Zwingermauer entfernt und Schadstellen erneuert. In wenigen Wochen sollen die Arbeiten fortgesetzt werden.

Die Arbeiten an der Weidelsburg sollen in wenigen Wochen fortgesetzt werden.

Ippinghausen – Nachdem Burgherr Hessen Forst im Sommer vergangenen Jahres in einen Teilabschnitt der südwestlichen Außenmauer 50 000 Euro investiert hat, wo Mauerkrone und Innenwand saniert wurden, soll es in diesem Bereich auch weitergehen. Laut Matthias Schnücker vom Forstamt Wolfhagen stehen für dieses Jahr die Arbeiten an der Außenseite dieser Zwingerwand und im restlichen Kronenbereich auf dem Programm.

Das Vorhaben sei etwas aufwendiger als im Vorjahr, da an der Außenwand ein Gerüst gestellt werden müsse. Wegen der Hanglage und des Burggrabens sei das eine recht anspruchsvolle Aufgabe. Vorbereitende Arbeiten – das Beseitigen von Bewuchs am Mauerfuß – seien bereits im Februar erledigt worden.

Aber nicht nur an der Zwingermauer stehen Sanierungsarbeiten an. Laut Schnücker soll auch die Mauerkrone auf dem Westturm von Nordhessens größter Burgruine versiegelt werden, damit keine Feuchtigkeit eindringen und Schäden verursachen kann. Im Gegensatz zum Ostpalas ist der Westturm nicht über eine Treppe begehbar. Deshalb müssen wieder Industriekletterer ran, die bereits im vergangenen Herbst am Seil hängend die Türme von Bewuchs befreit und schadhafte Fugen ausgebessert hatten. „Da zahlt sich jetzt aus, dass im vergangenen Jahr Sicherheitsverankerungen für Seilkletterer befestigt wurden.“ Eine Spezialfirma hatte über die Wände verteilt insgesamt 26 Löcher in die Basaltsteine gebohrt und Edelstahlgewinde eingeklebt, in die nun bei Bedarf Ösen eingedreht werden, in die sich die Industriekletterer einhängen. Für die Arbeiten an der Außenmauer und am Westturm werden in diesem Jahr voraussichtlich gut 30 000 Euro fällig, beschreibt Matthias Schnücker den Kostenrahmen.

Auch der Brunnenturm im Zwinger neben dem Aufgang zum Ostpalas war bereits im Herbst in Arbeit. Da wurde der Bewuchs im Inneren entfernt und damit die eigentliche Sanierung vorberietet. In diesem Jahr soll der Brunnenturm von innen ausgebessert werden, sagt Heinrich Bachmann vom Förderverein zur Erhaltung der Weidelsburg. Während die Kosten für Mauer und Turm von Hessen Forst getragen werden, finanziert der Förderverein die Arbeiten am Brunnenturm, die laut Bachmann mit 3700 Euro kalkuliert sind.

Der Architekt, der die Sanierungsarbeiten an der Weidelsburg bereits seit Jahren begleitet, arbeite an den Ausschreibungen. Forstmann Matthias Schnücker und Fördervereinsvorsitzender Heinrich Bachmann rechnen damit, dass mit den Arbeiten Ende Mai, spätestens Anfang Juni begonnen wird.

Die Burg wird während der Sanierungsarbeiten weiterhin für Besucher zugänglich sein. Das hatte man auch im vergangenen Jahr so gehalten. Allein die Aussichtsplattform auf dem Ostpalas wird man dann voraussichtlich nicht besteigen können. Coronabedingt – der Treppenaufgang lässt den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand im Begegnungsverkehr nicht zu – ist der Turm aktuell gesperrt. (Norbert Müller)

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