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Wolfhagens Bürgermeister will keine fünfte Amtszeit

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Von: Antje Thon

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Die Stadt Wolfhagen mit der St. Anna-Kirche im Hintergrund 
Die Stadt Wolfhagen mit der St. Anna-Kirche im Hintergrund  © Thon, Antje

Wolhagens Bürgermeister Reinhard Schaake tritt nicht mehr zur Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr an

Wolfhagen – Am 31. Juli 2023 wird für Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos) Schluss sein. Zur Wahl im nächsten Jahr tritt er nicht mehr an. Das gab der 63-Jährige gestern Abend während der Stadtverordnetenversammlung bekannt. Zuvor hatte er seine Mitarbeiter informiert.

Seine Entscheidung begründete der Viesebecker, der in seinem Heimatort bis 1999 Ortsvorsteher war, damit, dass vier Amtsperioden genug seien. Er wolle mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, die er neben seinem Job oft genug vernachlässigt habe, so Schaake gegenüber der HNA. Er ist seit 24 Jahren im Amt und damit der aktuell dienstälteste Bürgermeister im Landkreis Kassel.

„In dem Amt kann man sehr viel bewegen.“ Allerdings habe man als Bürgermeister keine 40-Stunden-Woche und viele Termine an Abenden und Wochenenden. „Und wenn dann mal nichts ist, kommt noch etwas dazwischen“, sagt Schaake, der als Kandidat zumindest bei früheren Wahlen von der SPD unterstützt worden war.

Schaake trieb die Energiewende voran und machte sich für den Bau des Windparks Rödeser Berg stark

Als 39-Jähriger war der gelernte Büromaschinenmechaniker 1999 von der Wirtschaft in die kommunale Verwaltung gewechselt. Während seiner Amtszeit erlebte er Veränderungen, die die Stadt prägten. 2008 verließ die Bundeswehr ihren Standort in Gasterfeld.

Im Zuge der Konversion siedelten sich in der Pommernanlage mittelständische Betriebe und die Herwig-Blankertz-Berufsschule an. Die Stadtwerke wandelten sich vom Eigenbetrieb in eine GmbH, erst vor Kurzem wurden die Regionalwerke herausgelöst.

Schaake trieb die Energiewende voran, machte sich für den Bau des Windparks Rödeser Berg stark. In seine Amtszeit fiel auch die Entwicklung des Gewerbegebiets Hiddeser Feld, wo seither etwa 1000 Jobs entstanden. Baugebiete wuchsen, die Klinik wurde gerettet.

Die Probleme um die Jahresabschlüsse 2014 bis 2019, wofür Schaake insbesondere von BWB und CDU Kritik hat einstecken müssen, hätten mit seiner Entscheidung nichts zu tun. Der Amtsinhaber ist überzeugt, dass die Abschlüsse bis zum Eintritt in den Ruhestand vorliegen werden.

Reinhard Schaake Bürgermeister Wolfhagen
Reinhard Schaake Bürgermeister Wolfhagen © Antje Thon

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