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Acht Jungjäger absolvieren erfolgreich ihre Prüfung

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Von: Reinhard Michl

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Historisches Brauchtum: Mit dem Jägerschlag, ausgeführt durch Wolfgang Kommallein, Vorsitzender des Kreisjagdvereins Wolfhagen, wurden die Jungjäger, hier der Wolfhager Johannes Roolf, als vollwertige Mitglieder in die Jägerschaft aufgenommen.
Historisches Brauchtum: Mit dem Jägerschlag, ausgeführt durch Wolfgang Kommallein, Vorsitzender des Kreisjagdvereins Wolfhagen, wurden die Jungjäger, hier der Wolfhager Johannes Roolf, als vollwertige Mitglieder in die Jägerschaft aufgenommen. © Reinhard Michl

Acht Jungjäger haben ihre Ausbildung beim Kreisjagdverein Wolfhagen erfolgreich absolviert.

Wolfhagen – Es wurde jedes Mal mucksmäuschenstill und feierlich auf dem Platz vor der ehemaligen Gaststätte „Wolfsschänke“ auf dem Wolfhager Ofenberg. Wolfgang Kommallein, Vorsitzender des Kreisjagdvereins (KJV) Wolfhagen, folgte einer waidmännischen Tradition, als er mit einem Hirschfänger (Jagdmesser) die Schultern der Jungjäger berührte und mit dem Jägerschlag deren Aufnahme in die Jägerschaft besiegelte.

Geschafft: Nach einjähriger Ausbildung unter Gesamtleitung von Werner Henkelmann (rechts) haben diese Jäger die staatliche Jägerprüfung bestanden.
Geschafft: Nach einjähriger Ausbildung unter Gesamtleitung von Werner Henkelmann (rechts) haben diese Jäger die staatliche Jägerprüfung bestanden. © Reinhard Michl

Eine Frau und sieben Männer haben die staatliche Jägerprüfung bestanden, das macht die bisherigen Jungjäger nun zu vollwertigen Jägern. Neben einer Urkunde des Landes Hessen gab es für sie auch musikalische Glückwünsche, passender Weise vom Bläserkorps des Wolfhager Kreisjagdvereins. Das „grüne Abitur“ in der Tasche haben nun: Inga Ott (Seebach), Dr. Karoline Küch (Bad Arolsen), Jörg Lobmeier (Besse), Sebastian Schmittke (Kassel), Markus Wagner (Zierenberg), Johannes Roolf (Wolfhagen), Felix Kraft und Mark-Niklas Schab (beide Naumburg). Zudem erhielten aus dem Ausbildungskurs des Vorjahres nachträglich den Jägerschlag Lukas Rabanus (Naumburg), Sven Heuberg (Ehringen) und Tom Loose (Bründersen).

Bevor die neuen Jäger ihr Zertifikat stolz in ihren Händen halten durften, mussten sie ein Jahr lang viel lernen. Unter Leitung von Werner Henkelmann (Ehringen) und seinem Team eigneten sie sich Wissen an über Wildbiologie, sie erlernten die Abläufe im Jagdbetrieb, den Umgang mit Waffen, wissen nun das Wesentliche zum Thema Fleischhygiene, kennen sich im Jagdrecht aus und haben einen Überblick über die Wald-, Naturschutz-, Tier- und Seuchengesetze.

Die Prüfung vor einer staatlichen Jägerprüfungskommission bestand aus einen schriftlichen Teil, einer Schießprüfung sowie im praktischen Teil aus Aufgaben an über 20 Stationen – einem so genannten Pirschpfad.

Erschwerte Bedingungen

Der jüngste Ausbildungskurs habe unter erschwerten Bedingungen lernen müssen, sagt Wolfgang Kommallein. Der Kreisjagdverein habe sein langjähriges Domizil in der Wolfhager Zehntscheune verlassen müsse.

Für ihren gesamten Fundus fanden die Jäger Räumlichkeiten in der Kreisklinik am Ofenberg. Der theoretische Unterricht habe aber in der Walter-Lübcke-Schule stattgefunden. „Eine für uns schwierige Situation, die uns jedes Mal logistisch herausforderte. Der Kreisjagdverein sucht deshalb ein Alles-unter-einem-Dach-Domizil“, so Kommallein. Reinhard Michl

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