Sie nahmen an einer Projektwoche teil

Schüler der Herwig-Blankertz-Schule haben Geschäftsideen entwickelt

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Abhilfe für geschundene Rücken: Die Schüler Christina Kellner, Hanna Scharfe und Tobias Frick (von links) haben einen besonderen Saxofongurt erfunden, der Schmerzen verhindern soll.

Wolfhagen. Dion Backhaus beginnt die Präsentation über rutschende BH-Träger. "Da wir als Frauen das Problem kennen, haben wir uns Gedanken gemacht, wie man es lösen kann", sagt er.

Damit sorgt Backhaus als Mann mit dieser Aussage für einige Schmunzler unter seinen Mitschülern.

Flap-Strap (Lasche-Träger) heißt das Produkt, das er, seine Schwester Jana und Julia Piplak für die Projektwoche „Unternehmensgründung“ der Herwig-Blankertz-Schule in Wolfhagen entwickelt haben. Es besteht aus einer Stofflasche, die innen an der Schulternaht befestigt wird. Die Lasche ist mit einem Druckknopf versehen, mit dessen Hilfe der BH-Träger fixiert wird. Anhand einer Umfrage unter 50 Frauen hatten die Schüler ermittelt, ob Bedarf für das Produkt vorhanden ist. Nur drei Frauen gaben an, das Problem nicht zu kennen, und hielten den Flap-Strap nicht für sinnvoll.

Kreative Köpfe: Dion und Jana Backhaus sowie Julia Piplak (vorn von links) haben eine in das Kleidungsstück integrierte Halterung für den BH-Träger entwickelt. Ihre Lehrer Carsten Tegethoff (hinten links) und Heiko Ruzicka standen beratend zur Seite.

Neben dem Flap-Strap haben die insgesamt 31 Fachoberschüler neun weitere Ideen entwickelt. Eine Gruppe hat ein Hundegeschirr mit GPS entwickelt, eine weitere einen ausziehbaren Grill, andere haben die Keyless-go-watch erfunden, mit der man sein Auto aufschließen kann. Bei den Geschäftsideen nutzten die Schüler häufig ihre eigenen Erfahrungen: „Ich spiele Saxofon und bekomme nach einiger Zeit dabei immer Rückenschmerzen“, sagt Hanna Scharfe. Mit ihren Klassenkameraden Tobias Frick und Christina Kellner hat sie daher einen speziellen Saxofongurt mit einer hosenträgerartigen Verstärkung am Rücken kreiert. „Eine Gruppe hat sich überlegt, ein Beratungsunternehmen zu gründen, das Firmen in Bezug auf rechtliche Vorgaben, wie Fluchtwege, informiert“, sagt Klassenlehrer Heiko Ruzicka. Er und sein Kollege Carsten Tegethoff hatten den Schülern Tipps bei der Verwirklichung ihrer Ideen gegeben. An junge Frauen und Schwangere richtet sich der mitwachsende BH, der mit Reißverschluss und zusätzlichem Stoff ausgestattet ist. Außerdem haben die Schüler vegane Kosmetik hergestellt und eine umbaubare Tasche entwickelt.

Gerade einmal drei Minuten dauert das Austauschen der Akkus für Elektrofahrzeuge, die Alexander Müller, Maximilian Plac und Nicole Ickler erfunden haben. Dabei wird das Auto über eine Montagegrube gefahren. „Das Laden dauert sonst, je nach Ladestation und Anschluss, zwischen 30 Minuten für Luxuskarossen und acht Stunden bei Hausstromanschlüssen“, sagt Müller. Mit ihrer Idee hat sich die Gruppe beim Businessplanwettbewerb für Unternehmensgründer „promotion Nordhessen“ beworben.

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