Wilhelm-Filchner-Schüler trafen sich nach 40 Jahren in Wolfhagen

Wiedersehensfreude: Vor 40 Jahren war ihre Schulentlassung, jetzt trafen sich die einstigen WFS-Realschüler zu einem Jubiläumsklassentreffen wieder. Foto:  Michl

Wolfhagen. Im Juni 1975 konnten die damals 38 Schüler der Klasse 10c des Realschulzweigs der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule (WFS) mit dem Zeugnis der Mittleren Reife endlich die Schulbank gegen die berufliche Freiheit eintauschen.

20 von ihnen trafen sich jetzt nach 40 Jahren zu einem freudigen Wiedersehen in Wolfhagen.

Zum letzten Mal hatten sie sich anlässlich der 25-jährigen Wiederkehr ihrer Schulentlassung getroffen, wobei damals noch ihr Abschlussklassenlehrer Helmut Reuse mitfeierte, der jedoch vor einem Jahr verstorben ist. Dafür traf sich diesmal Biologie- und Chemielehrer Eckhard Weinrich mit seinen einstigen Schülern.

Der Wolfhager Helmut Proksch als Mitinitiator des Treffens, das mit einem Empfang im Burggarten begann und im Burgkeller gastronomisch fortgesetzt wurde: „Wir waren eine tolle Klasse, deren Geschichte mit all ihren Höhen und Tiefen akribisch im Klassenbuch festgehalten ist.“

Besagtes Klassenbuch, die Umstände dafür sind heute nicht mehr genau bekannt, befindet sich nämlich seit der Schulentlassung im Besitz der einstigen Zehntklässler und wird seit dem von dem in Breuna lebenden Klaus Linsau wie ein Augapfel gehütet und als Kassenbuch der Treffen fortgeschrieben. Vermerkt in der Kladde ist auch, dass die früheren Schüler sich als „Versuchskaninchen“ profilieren mussten, Denn als erste WFS-Klasse waren sie während ihrer Abschlussfahrt, die nach Plön in die Holsteinische Schweiz ging, nicht nur in einem Hotel im 13. Stock untergebracht, sondern waren dabei auch in Sachen Verpflegung Selbstversorger.

Entgegen der Meinung von einem ihrer damaligen Pädagogen, Herbert Henze, dessen Standardsatz in jedem Unterricht war: „Setz dich, aus dir wird sowieso nichts“, haben alle Mittlere-Reife-Absolventen der 10c eine erfolgreiche Berufskarriere hingelegt. Helmut Proksch mit einer gewissen Ironie: „Vielleicht lag dies daran, dass wir göttlichen Beistand erfahren haben.“ Denn das Klassenzimmer in den beiden letzten Schuljahren wurde allgemein als Kapelle bezeichnet.

Grund dafür war, dass der Unterrichtsraum als einziger der Wilhelm-Filchner-Schule sich direkt unter dem Dach mit einer nach oben spitz zulaufenden Decke befand.

Einig waren sich die „Wiedersehensfreunde“, dass bis zum nächsten Klassentreffen keine 15 Jahre vergehen sollen. (zih)

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