Pritzenmeister Heinemann sorgt für Zucht und Ordnung

Schützenbruderschaft Wenigenhasungen feierte zum 294. Mal Schützenfest

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Versorgen die Festzugteilnehmer: Flüssignahrung ist immer dabei.

Wenigenhasungen. Der Schützenverein besteht seit 1724, das Schützenfest fand zum 294. Mal statt: Pritzenmeister Dominik Heinemann hatte dabei alle Hände voll zu tun. 

Als Schützenhauptmann Marcel Pflüger am Samstagnachmittag die in Frack und Zylinder gekleideten Schützenbrüder aus Wenigenhasungen in Reih und Glied zum ersten langen Marsch durch das Erpedorf antreten ließ, um beim amtierenden Fähnrich Martin Kummrow die Fahne für die anschließende Kranzniederlegung am Ehrenmal abzuholen, hatte Pritzenmeister Dominik Heinemann noch leichtes Spiel. Denn da hielten sich die Schützenbrüder noch an die satzungsgemäße Zucht und Ordnung.

Beim großen Festumzug am Sonntagmittag und vor allem am späten Nachmittag nach der Wahl der neuen Stelleninhaber, wo in einem weiteren Umzug die Fahne zum neuen Fähnrich gebracht wurde, hatte Dominik Heinemann dann jedoch alle Hände voll zu tun.

Pritzenmeister Dominik Heinemann (rechts) hatte wieder Schwerstarbeit zur Einhaltung von Zucht und Ordnung zu leisten.

So manche Schützenbrüder ignorierten nämlich die Kommandos ihres Hauptmanns oder tanzten bierselig aus der Reihe. Das bedeutete Schwerstarbeit für den Pritzenmeister, der es aber wie immer schaffte, mittels der mit Blumen geschmückte Pritze mit leichten Hieben auf das Hinterteil die Missetäter zur Vernunft zu rufen. Höhepunkt des Traditionsfestes der derzeit 72 Schützenbrüder war am Sonntagnachmittag die Wahl der neuen Stelleninhaber. 

Neuer Fähnrich ist Jörg Wagner, sein Stellvertreter ist Markus Tripp. Die Schützenmeister wurden Gunter Wagner und Thomas Becker, ihre Stellvertreter sind Tobias Meyer und Peter Bulle. Zu den neuen Schützenknechten wurden Udo Pflüger und Thomas Reinfeldt gewählt. Ihre Stellvertreter sind Stefan Johns und Werner Klima.

Pritzenmeister Dominik Heinemann (links) hatte beim Schützenfest in Wenigenhasungen Schwerstarbeit zur Einhaltung von Zucht und Ordnung zu leisten. Dafür benutzt er eine sogenannte Pritze und schlägt Kommandoverweigerern auf den Hintern. 

Pfarrerin marschierte mit

Im besonderen Blickpunkt des ersten Umzuges, bei dem erstmals auch Gemeindepfarrerin Anja Fülling mitmarschierte, stand das Abholen des Heiligtums der Schützenbruderschaft: die im Jahr 1824 angeschaffte Traditionsfahne. Das aus dem Gründungsjahr 1724 stammende erste Exemplar befindet sich aufwendig restauriert als Leihgabe im Wolfhager Regionalmuseum. Bei allen Stopps während der Umzüge durch das Dorf kam die Fahne zum Einsatz.

Damit wurden die Schützenbrüder nach dem Hut-ab-Kommando „gesegnet.“ Für den musikalischen Festzug-Marschrhythmus sorgte die „Drum and Brass“-Band aus Kassel. Ganz andere Rhythmen gab es am Samstagabend zu hören. Da trieb die Showband „Susponder“ die Stimmung beim Schützentanz auf die Spitze. Begonnen hatten die Schützenbrüder ihr 294. Fest bereits am Himmelfahrtstag, und zwar mit Spiel und Spaß für Jung und Alt.

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