Corona

Schulleiter im Wolfhager Land begrüßen die Corona-Lockerungen

Durchatmen im Unterricht: Sobald sich die Schüler an ihrem Platz im Klassenzimmer befinden, dürfen sie ihre Maske abnehmen.
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Durchatmen im Unterricht: Sobald sich die Schüler an ihrem Platz im Klassenzimmer befinden, dürfen sie ihre Maske abnehmen.

Für die Schulen gibt es seit gestern deutliche Lockerungen: ab sofort nur noch zwei Tests wöchentlich und keine Maskenpflicht im Unterricht mehr.

Wolfhager Land – Die meisten Schüler der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule hätten diese Erleichterung dankend angenommen, so Schulleiter Ludger Brinkmann. Natürlich könnten Schüler auf freiwilliger Basis weiter die Maske tragen.

Die Bilanz der vergangenen zwei Wochen rechtfertige die neuen Regeln: „Wir hatten bei den tausenden von Testungen keinen einzigen positiven Fall bei rund 1400 Schülern“, freut sich Brinkmann. Dies gebe für die kommende Zeit ein gutes Gefühl. Auch die Impfungen seien weit fortgeschritten. Ein Großteil der Schüler wäre inzwischen geimpft und mehr als 90 Prozent der Lehrer.

Die Mimik ist bei manchen Lerninhalten unverzichtbar

In der Walter-Lübcke-Schule sind bis auf drei Schüler alle zurück im Präsenzunterricht. Die Eltern der drei Schüler verweigerten die Schutzmaßnahmen, daher blieben die Kinder im Distanzunterricht. Gleiches gilt auch für wenige Schüler der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal, so Schulleiter Ulf Imhof.

Dass es nun keine Maskenpflicht mehr während des Unterrichts gibt, findet Imhof gut. „Dadurch wird der Unterricht ein wenig normaler“, sagt er. Bei manchen Lerninhalten sei die Mimik unverzichtbar: Als beispielsweise die Erstklässler das O gelernt hätten, habe die entsprechende Mimik durch die Maske sehr gefehlt.

Keine positiven Test-Ergebnisse nach den Ferien

Auch die Klassenfahrten sind an der Bad Emstaler Gesamtschule wieder in vollem Gange. Der achte Jahrgang mit etwa 80 Schülern ist gerade aus Sylt zurückgekommen. Nach eineinhalb Jahren voller Einschränkungen seien gemeinsame Fahrten jetzt umso wichtiger für die Schüler, sagt der Schulleiter.

Zu Imhofs Überraschung habe es nach den Ferien keine positiven Corona-Test-Ergebnisse unter den Schülern gegeben. Er habe damit gerechnet, dass sich der ein oder andere Reiserückkehrer mit dem Virus infiziert habe.

An der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg hingegen seien etwa eine Handvoll Tests positiv ausgefallen. Das habe laut Schulleiter Lars Grenzemann aber nichts mit der Aufhebung der Maskenpflicht zu tun.

Die Aufhebung der Maskenpflicht hat zwei Seiten

In Klassen, in denen Schüler positiv getestet wurden, müsse weiterhin auch im Unterricht die Maske getragen werden. Außerdem werde dort täglich auf Corona getestet.

Bezüglich der Aufhebung der Maskenpflicht schlagen „zwei Herzen in der Brust“ des Schulleiters: Einerseits sei es für die Kommunikation sinnvoll und erleichternd ohne Maske, andererseits müsse man bei steigender Inzidenz stets wachsam sein.

Grenzemann bestätigt, dass vor allem für das Sprachen- und Fremdsprachenlernen die Mimik unverzichtbar ist. (Bea Ricken, Lea-Sophie Mollus)

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