Es ging um liegengelassene Müllsäcke

Schwangere bei Streit in Wolfhager Flüchtlingsheim mit Messer bedroht

Wolfhagen. Wegen liegengelassener Müllsäcke ist am Dienstag ein Streit in einem Wolfhager Flüchtlingsheim eskaliert. Eine Schwangere musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Sie soll zunächst geschubst und dann mit einem Messer bedroht worden sein. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes war auf den Streit aufmerksam geworden und informierte die Polizei.

Nach Angaben der Polizei war der Streit gegen 22.30 Uhr zwischen zwei 30 und 33 Jahre alten Brüdern und einem 24-Jährigen entstanden, weil sie sich nicht über die Entsorgung der Müllsäcke einigen konnten. Während der Auseinandersetzung soll der 30-Jährige die schwangere Freundin des 24-jährigen Mannes bedroht haben.

Als Beamte der Polizeistationen Wolfhagen und Kassel in der Einrichtung eintrafen, hatten sich die Brüder in ihrem Zimmer eingeschlossen, der 24-Jährige habe aber versucht andere Bewohner zu einer weiteren Konfrontation anzustacheln. Den Beamten gelang es aber, eine weitere Eskalation des Streits zu verhindern.

Die Schwangere, die bei dem Streit gestürzt sein soll, wurde von einem Rettungswagen in ein Kasseler Krankenhaus gebracht. Das Messer, mit dem die Frau bedroht worden sein soll, konnte nicht gefunden werden. Die Brüder und das Pärchen wurden in unterschiedliche Einrichtungen verlegt, um einen erneuten Streit zu verhindern.

Rubriklistenbild: © dpa

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