Nur eine Sporthalle für alle

Situation für Schulen und Vereine in Wolfhagen ab Herbst schwierig

Die Turnhalle der Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen
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Bleibt für anderthalb Jahre die einzige Möglichkeit für Hallensport: Die Turnhalle der Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen. Doch auch sie ist nicht ohne Makel. Derzeit ist die Heizung defekt.

Wolfhagen steuert auf eine schwierige Situation zu, was das Thema Sporthallen betrifft: Mehr als eineinhalb Jahre werden sich ab Herbst Schüler und Vereine aus der Kernstadt und den Stadtteilen eine einzige Halle teilen müssen.

Wolfhagen – Die stark sanierungsbedürftige alte Schulturnhalle soll nach Auskunft von Kreissprecher Harald Kühlborn ab den Herbstferien für rund 3,9 Millionen Euro saniert werden. „Haushaltstechnisch wird dieses Projekt 2022 abgewickelt sein“, sagt Kühlborn. Mit der Fertigstellung rechne er jedoch erst im Jahr 2023.

Die Halle war im November vergangenen Jahres von Unbekannten verwüstet und danach notdürftig wieder hergerichtet worden.

Zusammen mit dem Umbau der ehemaligen Herwig-Blankertz-Schule auf der Liemecke soll dort eine neue Einfeldhalle gebaut werden. Hier ist der Kreis ebenfalls Bauherr. Rund 1,5 Millionen Euro werden investiert. Auch diese Halle wird nach den Plänen des Kreises nicht vor 2023 nutzbar sein.

Bleibt allein die Sporthalle neben der Wolfhager Grundschule, die sich ab Ende des Jahres Schulen und Vereine teilen müssen. Der Backsteinbau ist mittlerweile allerdings auch in die Jahre gekommen. Derzeit ist die Heizung defekt. Die Reparatur soll zur nächsten Kälteperiode im Herbst dieses Jahres erledigt sein.

Der Kreis hatte gehofft, dass sich die Stadt Wolfhagen an der neuen Sporthalle auf der Liemecke beteiligen würde, um dort statt einer Einfeld- eine Zweifeld-Halle zu errichten. „Wir haben zusammen mit Vereinen eine Analyse erstellt, die keinen gesteigerten Bedarf ergab. So war keine Investition in dieser Höhe zu rechtfertigen“, begründet Amtsleiter der Stadt Wolfhagen, Kai Liebig, die Entscheidung.

Amtsleiter Kai Liebig

Die Stadt sieht jedoch die künftigen Schwierigkeiten. So sei es möglich, dass Vereine für bestimmte Sportarten die Bürgerhäuser nutzen könnten oder auch die Stadthalle. Für die Ringer habe man jetzt einen zusätzlichen Trainingsraum in der Pommernanlage gefunden. Eine weitere Ausweichmöglichkeit sieht der Kreis in der Nutzung der Wolfhager Kulturhalle.

Ansprechpartner rund um den Sport

Die Stadt Wolfhagen hat für die Sportförderung und Sportentwicklung eine halbe Stelle geschaffen. Daniel Köntopf sei für die Bürger und Vereine auch Ansprechpartner, wenn demnächst räumliche Lösungen gefunden werden müssten, erklärt Amtsleiter Kai Liebig. Sprechzeiten sind montags und mittwochs von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung. Telefon: 05692/602-143, E-Mail: daniel.koentopf@wolfhagen.de (Bea Ricken)

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