„Eine fast einmalige Gelegenheit“

Heimischer Spitzenfahrer Axel Nörenberg über „Heißen Sitz“ der Rallye Bad Emstal

„Heißer Sitz“ für die Rallye Bad Emstal: Hier der Wolfhager Axel Nörenberg auf dem Fahrersitz, im Hintergrund sein Beifahrer Marcus Kolitsch aus Schauenburg. Foto: Ulbrich

Wolfhagen/Bad Emstal. Quietschende Reifen, dröhnende Auspuffgeräusche und heulende Motoren sind eindeutige Indizien dafür, dass es wieder Zeit ist für die alljährliche Rallye Bad Emstal:

Dabei besteht für Motorsportbegeisterte auch wieder die Möglichkeit, beim sogenannten „Heißen Sitz" als Beifahrer eines Profis bei einer Wertungsprüfung (WP) Rallyefeeling hautnah zu erleben.

„Das ist eine fast einmalige Gelegenheit, so etwas wird nicht alle Tage angeboten“, sagt Axel Nörenberg. Und der 39-jährige Wolfhager sollte wissen, wovon er spricht. Seit zehn Jahren fährt er Rallyes, hat zahlreiche Titel gesammelt und ist aktueller Gesamtsieger der Rallye Bad Emstal. Mit seinem 400 PS starken BMW M3 CSL will er auch am Wochenende beim „Heimspiel“ angreifen, zumal er durch den Vorjahressieg mit der Nummer eins an den Start geht. Doch das beste Auto und fahrerisches Können „sind nichts wert“, wenn der Beifahrer nicht perfekt mitarbeitet, sagt Nörenberg zur Bedeutung seines Co-Piloten.

Genau dieses Gefühl können Interessierte erleben, wenn sie bereit sind, 100 Euro (kurze WP) oder 150 Euro (lange WP) zu bezahlen. Neben dem Adrenalin-Kick gibt es eine zusätzliche Motivation: Das Geld wird komplett für einen guten Zweck gespendet, sagt der Vorsitzende des Motorsport-Club (MSC) Emstal, Manfred Lengemann. Offenbar kam das Angebot gut an, sind doch alle Plätze auf dem „Heißen Sitz“ laut Lengemann vergeben. Da es aber immer wieder zu kurzfristigen Absagen komme, sollten Interessierte sich mit den Organisatoren in Verbindung setzen (siehe Kontakt).

Am Wochenende wird Marcus Kolitsch neben Nörenberg Platz nehmen und die Geraden und Kurven auf den sieben Wertungsprüfungen rund um Emstal „ansagen“. Für jedes Profil der Strecke gibt es entsprechende Codes, dabei ist höchste Konzentration des Teams im Auto gefragt - und „blindes Vertrauen“, sagt Kolitsch. Nörenberg beschreibt das Zusammenspiel zwischen Menschen und Maschine mit den Worten „Adrenalin, Geschwindigkeit und Teamwork“.

Die seltene Chance, diese Mischung hautnah kennenzulernen, sollten Motorsportfans sich nicht entgehen lassen. Ganz gleich ob als Beifahrer oder nur Zuschauer - die ganz spezielle Mischung von Adrenalin und Geschwindigkeit dürfte auf oder abseits der verschiedenen Strecken und Klassen der Emstal-Rallye deutlich zu spüren sein.

Von Nicolai Ulbrich

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