Mit Sprüngen und Saltos über Hindernisse - Schüler trainieren Parkour

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Gut für Beweglichkeit und soziales Miteinander: Rund 30 Kinder kommen jeden Montag zum Parkour-Kurs in die Turnhalle in Wolfhagen.

Wolfhagen. Sie fliegen durch die Luft, als wäre so gar nichts dabei. Machen Saltos, Sprünge und Überschläge.

Die ganze Sporthalle der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen ist voll von jungen Sportlern, die nur aus einem bestimmten Grund gekommen sind: Parkour.

Bei dieser Sportart, die ursprünglich aus Frankreich kommt, bewegt man sich ohne Hilfsmittel durch ein bestimmtes Gebiet. Hindernisse werden dabei übersprungen oder erklettert. Zäune, Mauern oder sonstige Begrenzungen werden in den Weg des Läufers integriert und sind gleichzeitig Trainingsgeräte.

„Wir waren selbst ein bisschen überrascht von dem Interesse. Gleich am ersten Tag waren 30 Kinder da“, sagt Monika Jakob, Vorsitzende des VfL Wolfhagen. Sie hat das Training montags in der Sporthalle ermöglicht.

An Kästen und Barren

Nach dem Aufwärmen geht es richtig los: Unter der Anleitung von Trainern können die Teilnehmer verschiedene Sprünge und Bewegungen ausprobieren. Auch Elemente von Tricking und Freerunning, verwandten Sportarten sind dabei. Für den Kurs kommen unter anderem Reckstangen, Kästen und Barren zum Einsatz. Aber auch Stufen und Wände werden mit einbezogen. Sven Becker, in der Parkour-Szene als Bexen bekannt, ist der Organisator von Parkour Kassel. Die eigentlichen Trainer hier aber sind Gabriel Eckert-Hetzel und Finn Spuck, beide 18 Jahre alt. Sie machen schon seit Jahren Parkour und haben viel von Becker gelernt.

„Es macht einfach unglaublich viel Spaß, sich hier auszupowern. Das Schöne bei Parkour ist: Jeder kann mitmachen. Es lohnt sich, den Sport einfach mal auszuprobieren“, sagt Finn. Der Erfolg gibt den Trainern Recht: Immer wieder kommen neue Kinder in die Sporthalle, die mitmachen wollen.

Die Idee zum Kurs, der seit Anfang November in Wolfhagen angeboten wird, hatte Frank Mahlich, Stadtjugendarbeiter. „Ich habe öfter mal Kinder und Jugendliche in der Stadt gesehen, die über Hindernisse gesprungen sind. Da kam mir die Idee, einen solchen Kurs auch in Wolfhagen anzubieten.“ Durch verschiedene Veranstaltungen sei er auf Sven Becker aufmerksam geworden, der sich in Kassel bereits stark im Bereich Parkour engagiert, und hat ihn für dieses Projekt angefragt.

„Da der Kurs so gut angenommen wird, werden wir es auch nicht bei den geplanten zehn Einheiten belassen, sondern Parkour fortlaufend anbieten“, sagt Mahlich. „Im Sommer könnte das Training auch draußen stattfinden“, ergänzt Jakob.

Finn kann den Abend mit einem Erfolgserlebnis abschließen: Ein neuer Sprung ist ihm mehrfach geglückt.

Von Christine Heinz

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