Ausstellung in Wolfhager Stadthalle eröffnet

Spuren des Ersten Weltkrieges sind noch spürbar

Wolfhagen. Die Ausstellung „14/18 – mitten in Europa. Die Urkatastrophe des Ersten Weltkrieges und ihre Folgen für das 21. Jahrhundert“ in Wolfhagen lenkt den Blick auf die Tragweite des ersten großen Krieges des 20. Jahrhunderts, der vor 100 Jahren sein Ende fand, aber bis heute nachwirkt.

„Du und ich, wir können an der Stelle, an der wir stehen, Frieden schaffen“, diese friedliche Haltung und diese Frieden schaffende Botschaft vermittelt Jürgen Damm nicht nur jungen Menschen, sondern allen, denen er begegnet. Der Oberst außer Dienst (a.D.) aus Bad Arolsen ist Ehrenvorsitzender des Landesverbandes Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Er begleitet die Ausstellung „14/18 – mitten in Europa. Die Urkatastrophe des Ersten Weltkrieges und ihre Folgen für das 21. Jahrhundert“ in Wolfhagen. Am Freitagabend wurde die Ausstellung in der Stadthalle im Rahmen der Friedenswochen von Landrat Uwe Schmidt und Pröpstin Katrin Wienold-Hocke eröffnet.

Am Montag, 3. September, und Mittwoch, 5. September, ist die Ausstellung vom 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr für die Öffentlichkeit zu sehen und Jürgen Damm steht für Erklärungen und Fragen zur Verfügung. Zehn Schulklassen der Wilhelm-Filchner-Schule hat er bereits auf dem Rundgang durch die Informationstafeln begleitet. Mit viel Engagement ist er dabei, wenn es darum geht, den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, was es bräuchte, um Kriege zu verhindern, obwohl sich die Geschichte in veränderter Weise immer wiederholt. Zum strukturierten Aufbau der Ausstellung und den gut verständlichen Texten weiß er immer noch mehr zu sagen.

Von 1914 bis heute

Die Ausstellung versucht, den politischen Weg in den Krieg, die wesentlichen militärischen Ereignisse, das Schicksal der Soldaten und das Leben der Bevölkerung an der sogenannten Heimatfront darzustellen. Es wird versucht, eine gesamteuropäische Sicht einschließlich Ost- und Südosteuropas und der Ereignisse im Nahen Osten zu geben. In kurz gehaltenen Erklärstücken zu den einzelnen Themen wird den Besuchern der Ausstellung ein verständlicher Überblick über die Zeit von 1914 bis in die Gegenwart gegeben.

Noch immer seien die Folgen des vier Jahre andauernden Ersten Weltkrieges spürbar, so zeigt es die Ausstellung. Konflikte – unter anderem im Nahen Osten, in der Türkei, aber auch auf dem Balkan und in der Ukraine – seien ohne den Einblick in die Zusammenhänge und die Ergebnisse des Ersten Weltkrieges nicht zu verstehen.

Die Gäste der Eröffnung am Freitag bekamen zudem einen Einführungsvortrag des Historikers Prof. Gerd Krumeich zu hören. Der ehemalige Lehrstuhlinhaber für Neuere Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf (1997 bis 2010) ist ein gefragter Fachmann auf dem Gebiet der Kriegsgeschichte. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem das Thema Erster Weltkrieg mit besonderem Augenmerk auf die Mentalitätsgeschichte, sowie die Militärgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Rubriklistenbild: © Foto: Christl Eberlein

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