Stadt Wolfhagen gibt Tipps zum Schutz vor Hochwasser

Stefan Gerhold

Wolfhagen. Gerade in der kalten Jahreszeit sind so genannte Rückstausicherungen in Häusern ein aktuelles Thema. Denn die Kanalisation ist nur für eine durchschnittliche Regenbelastung ausgelegt, die durch häufige Regen- und Schneefälle aber derzeit oft an ihre Grenzen stößt.

Unangenehme Folge für Hausbesitzer mit nicht korrekter Rückstausicherung sind vollgelaufene Keller, sagt Stefan Gerhold vom Tiefbauamt der Stadt Wolfhagen.

Er berichtet aus seiner Erfahrung, was häufig falsch gemacht oder nicht beachtet wird und gibt einige Tipps, damit die Keller in und um Wolfhagen trocken bleiben. Zuerst weist der Fachmann der Stadt darauf hin, dass jeder Hauseigentümer selbst dafür verantwortlich sei, sich gegen Rückstau und somit Überschwemmungen abzusichern.

Sollte etwa jemand häufiger einen vollgelaufenen Keller zu beklagen haben, könnte dies auch versicherungstechnische Schwierigkeiten geben, sagt Gerhold. Und zwar dann, wenn eben keine ordnungsgemäße Rückstausicherung vorhanden sei: „Das kann unter Umständen teuer werden“.

Kontakt

Tiefbauamt Stadt Wolfhagen, Stefan Gerhold, 05692/602-520

Die Aussage, die der Mitarbeiter der Stadt oft zu hören bekommt: „Ich bin schon wieder abgesoffen“, hänge teils auch mit Unwissen der Eigentümer zusammen oder fehlender Fachkenntnis beauftragter Firmen. Auch das Internet, welches von manchen Eigentümern als Informationsquelle genutzt werde, tauge nur bedingt zur richtigen Absicherung von drohenden Wasserschäden. Sein Tipp: Das so genannte „Rückstau-Handbuch“ nutzen.

Keine Seltenheit im Altkreis: Zwei Feuerwehrmänner installieren eine große Tauchpumpe, um einen komplett überfluteten Keller eines Einfamilienhauses leer zu pumpen. Um dies möglichst zu vermeiden, gibt die Stadt Wolfhagen einige Tipps zu Rückstausicherungen.

Dies sei sowohl bei ihm als auch im Internet unter www.aqua-ing.de erhältlich und biete leicht verständliche Hinweise - auch für Laien. Einene weiteren Hinweis hat Gerhold für Hauseigentümer parat: Da die Rückstauebene jedes Hauses genauso individuell sei, wie die entsprechenden Bestandsunterlagen, sei eine Sicherung gegen Rückstau ohne die Papiere nicht möglich. Sein Grundatz laute daher: Erst die Grundlagen ermitteln, dann planen und dann machen.

Dies gelte auch für Veränderungen am Haus im Bereich Entsiegeln und Versickern. Er rate dringen dazu, auch um kostspielige Nachwirkungen zu vermeiden, derartige Maßnahmen immer mit der Stadt abzustimmen.

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