Klimaschutz

Stadt Wolfhagen hat die Alte Schule in Leckringhausen verkauft

Hat den Eigentümer gewechselt: Die Alte Schule in Leckringhausen. Das im Gebäude befindliche Hugenottenmuseum könnte in digitaler Form weiter existieren.
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Hat den Eigentümer gewechselt: Die Alte Schule in Leckringhausen. Das im Gebäude befindliche Hugenottenmuseum könnte in digitaler Form weiter existieren.

Die Alte Schule in Leckringhausen, in der sich das Hugenottenmuseum befindet, ist verkauft. Die Stadt Wolfhagen hat die Immobilie an Verena Weiß und Jörg Lorenz veräußert.

Leckringhausen – Beide engagieren sich im Netzwerk „green with IT“ – einem Zusammenschluss von kommunalen Partnern, wissenschaftlichen Einrichtungen sowie kleinen und mittleren Unternehmen. Ziel des Vereins ist es, im Bereich der Gebäudewirtschaft mithilfe IT-gestützter Kommunikationsformen Heizungswärme zu reduzieren.

In der Alten Schule sollen energieeffiziente Digital-Technologien, die zum Klimaschutz beitragen, sichtbar umgesetzt werden, kündigt Weiß an. Gleichzeitig will sie dort auch das Wissen dazu vermitteln. Zusammen mit der Wirtschaftsförderung Kassel sei zu diesem Thema ein kommunales Netzwerk für Nordhessen in Planung. Dieses soll in der Alten Schule beheimatet sein.

Denkmalgeschütztes Gebäude klimafreundlich herrichten

Im Vorfeld habe es mehrere Interessenten für das denkmalgeschützte Backsteingebäude gegeben, sagt Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake. Drei seien in die engere Wahl gekommen. Das Konzept der jetzigen Käufer, die das Gebäude auch privat nutzen möchten, habe den Magistrat überzeugt.

„Das passt gut zur Stadtentwicklung“, sagt Schaake. Wolfhagen hatte sich beim Thema Energieeffizienz und erneuerbare Energien innerhalb Deutschlands früh einen Namen gemacht. Wenn nun ein denkmalgeschütztes Gebäude ressourcenschonend und klimafreundlich hergerichtet werde, dann sei das etwas, das viele Menschen interessieren dürfte.

Das neue Nutzungskonzept beinhaltet Überlegungen zur Eröffnung eines Demonstrationszentrums für Zukunftstechnologien. Nach Angaben von Weiß soll Wissen vermittelt werden, wie den aktuellen Herausforderungen des Klimawandels mit Hilfe digitaler Lösungen begegnet werden kann.

Intelligente, energetische Antworten sind gefragt

„Ein Denkmal ist für diesen Zweck besonders gut geeignet, weil hier mit viel Gehirnschmalz statt Styropor geplant werden muss“, sagt die neue Eigentümerin. Da das Äußere des Baukörpers, etwa mit Wärmedämmung, nicht verändert werden könne, seien intelligente energetische Antworten gefragt.

Digital basierte Lösungen und klimaneutrale Heizenergie-Konzepte sollen auch Bauherren mit normalen, also nicht denkmalgeschützten Gebäuden, die Chance eröffnen, die Bewirtschaftung ihrer Gebäude digital, offen und preisgünstiger zu gestalten. Das geplante Demo-Zentrum soll die gesamte Bandbreite herkömmlicher Bestandsbauten abdecken, aber auch Ideen für Neubauten mit einbeziehen.

Perspektive für das Hugenottenmuseum

Eine Perspektive deutet sich auch für das Hugenottenmuseum an. Dessen Zukunft war zuletzt fraglich. Demnächst wollen sich die Käufer der Immobilie mit dem Verein zur Bewahrung und Förderung des Hugenotten-Gedankens zusammensetzen und Möglichkeiten ausloten.

Noch füllen die Ausstellungsstücke, die die Geschichte der Hugenotten seit ihrer Ankunft im Jahr 1699 in Leckringhausen bebildern, zwei Räume im Haus. Weiß und Schaake können sich eine digitale Zukunft fürs Museum vorstellen. Erhalten und öffentlich zugänglich bleiben solle in jedem Fall der von Blumen eingefasste Hugenottenplatz mit Sitzgruppe und Gedenktafel, sagt Wolfhagens Rathauschef. (Antje Thon)

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