Sicherheit mit Dämmen und Auen

Stadt Wolfhagen schließt in diesem Jahr Arbeiten am Hochwasserschutz ab

Ein schmaler Bach: Der Georgengraben bei Ippinghausen. Doch bei Starkregen kann das Gewässer anschwellen. Stephan Schmidt von der Stadt Wolfhagen kümmert sich um den Hochwasserschutz. Anfang Mai sollen zwei Dämme errichtet werden, die die Gefahr von Überschwemmungen reduzieren. 
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Ein schmaler Bach: Der Georgengraben bei Ippinghausen. Doch bei Starkregen kann das Gewässer anschwellen. Stephan Schmidt von der Stadt Wolfhagen kümmert sich um den Hochwasserschutz. Anfang Mai sollen zwei Dämme errichtet werden, die die Gefahr von Überschwemmungen reduzieren. 

Neuer Hochwasserschutz wird am Georgengraben errichtet und soll noch in diesem Jahr fertig gestellt werden. Zwei Dämme sollen die Stadt Wolfhagen schützen.

Wolfhagen – In ihren Hochwasserschutz hat die Stadt Wolfhagen in den vergangenen Jahren viel investiert. Die Erpe bei Altenhasungen und Wenigenhasungen wurde so gestaltet, dass sie das Wasser extremer Regenfälle inzwischen besser aufnehmen kann und nicht in die Keller der Anwohner läuft. 

Auch an der Elbe im Langen Rod bei Ippinghausen wurden Dämme errichtet. In diesem Jahr werden die restlichen Arbeiten vorgenommen. Damit wird die Kommune das Kapitel Hochwasserschutz abschließen.

Anfang Mai werden die Arbeiten am Georgengraben beginnen, kündigt Stephan Schmidt an, bei dem die Fäden für den Hochwasserschutz zusammenlaufen. Der Georgengraben entspringt bei Freienhagen, fließt vorbei an Gut Höhnscheid und mündet im Bereich der Fischteiche in die Elbe, von wo der Bach Kurs nimmt auf Ippinghausen. 

Aufgrund des größeren Einzugsbereiches sei der Georgengraben hinsichtlich seiner Wasserfracht nach Starkregenereignissen gegenüber der Elbe als gefährlicher einzustufen. Während an der Elbe seit vier Jahren zwei Bauwerke für eine Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit sorgen, fehlen entsprechende Bauwerke am Georgengraben noch.

Diese Arbeiten sollen nun erfolgen. Ein kleinerer Damm aus mächtigen Eichenstämmen soll etwa sechs Kilometer hinter der Quelle auf einer landwirtschaftlich genutzten Wiese errichtet werden. 200 Meter dahinter folgt ein größerer Damm aus Beton. Die Neigung der Dämme wird so flach sein, dass die Landwirte sie mit ihren Maschinen befahren können.

Über eine Million Euro fließen in den Hochwasserschutz

569 000 Euro werden allein am Georgengraben in den Hochwasserschutz investiert – zusammen mit den Arbeiten an der Elbe sind es 1,12 Millionen Euro. 95 Prozent der Summe kommen vom Land. 

Die Arbeiten an dem Bach hatten sich auch deshalb etwas verzögert, weil Energieversorger Eon zunächst seine Freileitungen aus der Luft in die Erde verlegen musste. Ansonsten hätte es mit den einzuhaltenden Sicherheitsabständen zwischen Stromleitung und Dämmen nicht mehr gepasst, sagt Schmidt.

Bereits vor wenigen Wochen wurden die Arbeiten am Mühlenwasser in Angriff genommen. Auch dort geht es darum, dem Bach seine zerstörerische Kraft zu nehmen, sollte er infolge starker Niederschläge plötzlich anschwellen und über die Ufer treten. Deshalb wird derzeit auf einer Länge von 120 Metern ein zweiter Gewässerarm modelliert, der sich in Schleifen durch die Kampwiesen winden wird. 

„Dafür muss richtig viel Erde entnommen werden“, sagt Schmidt. Die Arbeiten führten zu einer verbesserten Gewässer- und Uferstruktur und hätten zudem einen positiven Effekt auf den Hochwasserschutz, wovon die Menschen in der Vorstadt profitierten.

Auf der Aue sollen Pflanzen und Kräuter ausgesät werden

Am Ufer und auf der vom Mühlenwasser entfernter liegenden Wiese sollen Pflanzen und Kräuter ausgesät werden. Zum Einsatz kommen regionale und standortgerechte Mischungen. Ferner sollen Bäume angepflanzt werden. Die Kosten für die Auenaufweitung am Mühlenwasser belaufen sich auf 228 000 Euro.

Und schließlich steht im Sommer noch ein weiteres Projekt an. So soll in Altenhasungen an der Erpe zwischen der Firma Hammerlindl und Heerstraße auf einer 400 Meter langen Strecke ein Lückenschluss erfolgen. Vor einigen Jahren hatte die Stadt schon einmal kräftig in den Hochwasserschutz in Altenhasungen investiert. Die damals nicht berücksichtigten Abschnitte sollen nun ertüchtigt werden.

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