Sturmschäden behoben

Stadtkirche Sankt Anna: Reparaturen an Turm und Dach  abgeschlossen 

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Am Haken: Von einer Arbeitsgondel aus reparierten die Dachdecker die Schiefereindeckung und die Turmzier der Wolfhager Stadtkirche.

Die letzten Stürme haben an Sankt Anna, Wolfhagens Stadtkirche, ihre Spuren hinterlassen. Einige Schiefertafeln auf dem Turmhelm und den großen Dachflächen über dem Kirchenschiff wurden gelockert, andere waren ins Schneegitter gerutscht. Und auch die Turmzier hatte unter den heftigen Böen gelitten.

Die kleinen kupfernen Säulen mit kugelförmigen Abschluss auf Turm und dem Dachfirst galt es, auf ihre Standsicherheit zu überprüfen und ordentlich fest zu machen. Damit die Mitarbeiter der Balhorner Dachdeckerfirma Ledderhose an die Reparaturstellen gelangen konnten, wurde ein 120-Tonnen-Kran eingesetzt. Ein Gerüst zu stellen, sagte der Bauausschussvorsitzende der evangelischen Kirchengemeinde Werner Kepper, wäre wesentlich teurer geworden.

Zwei Handwerker stiegen in die blaue Metallgondel. Mit Werkzeug wie Bohrer, Schrauber und Klebepistole im Gepäck ging es dann am Haken des mächtigen Kran-Arms auf die Reise auf bis zu 55 Meter Höhe bis zur Turmkuppel und über die Dachflächen. Für den Kranführer war präzises Steuern angesagt, schließlich mussten die beiden Dachdecker in der Gondel nahe genug an die Dacheindeckung gefahren werden, um Schäden entdecken und auch gleich beheben zu können. Zum Schutz des Schiefers gegen unsanfte Berührungen des kantigen Arbeitskorbs hatte man an der Unterseite eine alte, weiche Matratze montiert.

Quadratmeter für Quadratmeter wurde so am Donnerstag und am Freitag unter die Lupe genommen. Wo nötig, wurden Schiefertafeln befestigt oder durch neue ersetzt. Die insgesamt 18 kleinen Säulen am Turmdach und auf dem First wurden mit frischen Kupferblechen überarbeitet und sturmsicher befestigt. Dass man da ohne Wenn und Aber auf Nummer sicher gehen müsse, sagt Kirchenältester Werner Kepper, habe man einen Tag vor Weihnachten 2017 gesehen. Damals war eine der kleinen Kupfersäulen vom Turmdach in ein Blumenbeet vor dem Rathaus gestürzt. Nach dem zweitägigen Arbeitseinsatz dürfte das so schnell nicht wieder passieren.

Kepper selbst war übrigens auch mit der Gondel unterwegs. Er nutzte die Gelegenheit und strich Ziffern und Zeiger der Turmuhr an Nord- und Westseite mit schwarzer Farbe nach.

Der Bauausschussvorsitzende ist angesichts der Reparaturen, die zumindest am Freitag bei idealem, nahezu windstillem Wetter ausgeführt wurden, und der erfüllten Verkehrssicherungspflicht sehr zufrieden: „Jetzt haben wir erst mal Ruhe – bis zum nächsten Sturm.“

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