Stadtwerke Wolfhagen beteiligen sich an Windpark bei Kaufungen

Keine neuen Anlagen mehr im Wolfhager Land: Der Rödeser Berg (Foto) soll das letzte Projekt gewesen sein. Jetzt wollen sich die Stadtwerke überregional am Windpark Kreuzstein im Wald bei Kaufungen beteiligen. Archivfoto: privat/nh 

Wolfhagen. Die Stadtwerke Wolfhagen beteiligen sich mit 14 Prozent am Windpark Kreuzstein, der im Werra-Meißner-Kreis entstehen soll. Da die Stadt Wolfhagen einer der Gesellschafter der Stadtwerke Wolfhagen ist, war zur Beteiligung des Versorgers die Zustimmung der Stadtverordneten notwendig.

In der Sitzung am Donnerstagabend stimmte das Parlament mehrheitlich für die Beteiligung, das BWB stimmte dagegen, der einzige Grüne enthielt sich. Mittlerweile hat nach Auskunft von Stadtwerkesprecher Matthias Boos der zweite Gesellschafter, die Wolfhager Bürgerenergie-Genossenschaft, der Beteiligung ebenfalls zugestimmt. Planung und Bau des Windparks übernimmt die Stadtwerke Union Nordhessen (SUN), zu der neben den Stadtwerken Wolfhagen die Städtischen Werke Kassel, die Stadtwerke Bad Sooden-Allendorf, Eschwege, Witzenhausen und Homberg gehören.

Die Windpark Kreuzstein GmbH soll noch 2015 gegründet werden. Die Wolfhager Stadtwerke werden für die Projektentwicklung laut Boos maximal 210 000 Euro aufwenden müssen.

Nachdem die Baugenehmigung für das Projekt mit bis zu acht Windkraftanlagen und einer Energieerzeugung von rund 65 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erteilt ist, haben auch Dritte die Möglichkeit sich zu beteiligen. Die SUN hat sich verpflichtet, bis zu 74,9 Prozent der Anteile am Windpark abzugeben. Der Windpark soll nach Aussage von Boos 40 bis 45 Millionen Euro kosten.

Wolfhagen habe keine Perspektiven mehr für neue Windkraftanlagen, mit dem Rödeser Berg sei das letzte Projekt im Wolfhager Land auf den Weg gebracht worden, sagte der Wolfhager Bürgermeister Reinhard Schaake auf HNA-Anfrage. Daher gehe man jetzt als Teil der SUN neue Wege. „Die Chancen sind größer als die Risiken“.

Ein Risiko sehe auch die CDU nicht, äußerte Christoph Lübcke in der Stadtverordnetensitzung für seine Fraktion. Außerdem müsse man dem Konstrukt SUN gerecht werden. Dem sei nichts hinzufügen, erklärte Heiko Weiershäuser von der SPD.

„Der Windpark liegt im Wald bei Kaufungen. Es gibt keinen Beschluss der umliegenden Gemeinden, dass sie diesen wollen. Es gibt Menschen vor Ort, die den Standort ablehnen“, konterte Peter Kranz von den Grünen. Parallelen zum Rödeser Berg seien zu erkennen. Beim Windpark Zierenberg könnte noch ein Windrad an der Grenze im Gewerbegebiet Hiddeser Feld errichtet werden. Die Stadtwerke sollten besser vor Ort investieren und nicht weit weg von Wolfhagen, so Kranz.

www.stadtwerke-wolfhagen.de

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