Zähe Verhandlungen zwischen Stadtwerken und Eon

Stadtwerke Wolfhagen übernehmen Stromnetz in Habichtswald

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Neuer Betreiber: Die Wolfhager Stadtwerke hatten das Verfahren zur Konzessionsvergabe für sich entschieden, ab Januar betreiben sie das Habichtswalder Stromnetz. 

Habichtswald/Wolfhagen. Das Konzessionsvergabeverfahren hatten die Wolfhager Stadtwerke für sich entschieden - im Jahr 2012. 

Doch erst Anfang 2016 kann der heimische Energieversorger tatsächlich die Stromnetze in Habichtswald übernehmen. Der Grund: über Jahre zähe Verkaufsverhandlungen zwischen den Stadtwerken und Eon Mitte.

„Wir sind mit der Gemeinde unseren eigenen Weg gegangen“, sagt Habichtswalds Bürgermeister Thomas Raue (SPD). Vor Jahren hätte Habichtswald europaweit die Vergabe der Konzession ausgeschrieben, gut eine Handvoll Bewerber habe es gegeben, die das Stromnetz betreiben wollten. In einem „diskriminierungsfreien“ Verfahren seien die Stadtwerke Wolfhagen ausgewählt worden, sagt Raue.

Was folgte, waren „zähe Verkaufsverhandlungen“, sagt Stadtwerke-Pressesprecher Matthias Boos. Verhandlungspartner der Stadtwerke war zunächst Eon Mitte, später dann die neue Gesellschaft Energienetz Mitte. Mit Eon gestalteten sich die Gespräche knifflig, mit der neuen Gesellschaft kam dann Schwung hinein.

Nun sind die Gespräche abgeschlossen, und die Stadtwerke Wolfhagen ab 1. Januar verantwortlich für Wartung, Pflege und Ausbau des Stromverteilnetzes in Habichtswald. Mitarbeiter der Verwaltung informieren derzeit alle Haushalte in Dörnberg und Ehlen über die Neuerung. Allerdings, so heißt es bei den Stadtwerken, wird sich für die Einwohner nicht viel ändern. Denn die Netzübernahme habe keine Auswirkungen auf bereits bestehende Stromlieferverträge. „Nach wie vor wird jeder Verbraucher von dem Anbieter beliefert, den er selbst ausgewählt hat.“ Also werde niemand gleichzeitig Kunde der Stadtwerke. Ein Wechsel ist aber dennoch möglich.

Den Stromverbrauch ermitteln künftig Mitarbeiter der Stadtwerke, erstmals werden bereits im Dezember die Stromzähler abgelesen.

„Wir sind froh, dass die Entscheidung so ausgefallen ist“, sagt Bürgermeister Raue. Die Gemeinde habe sich immer für regenerative Energien vor Ort ausgesprochen, die Stadtwerke seien dafür der richtige Partner. Er ist sich außerdem sicher: „Die Wertschöpfung, die mit diesem Engagement in unserer Region bleibt, ist enorm.“

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