Steigerung der Alltagstauglichkeit

Ausbau der E-Mobilität: Stadtwerke wollen Bürger-Testergebnisse nutzen

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E-Mobilität im Altkreis soll ausgebaut werden: Pressesprecher Matthias Boos (vorne) und Projektmanager Markus Huntzinger an den beiden Elektrofahrzeugen der Stadtwerke Wolfhagen, links ein Renault E-Kangoo und rechts der VW E-Golf. Ab 2015 soll ein weiteres E-Auto, ausschließlich für Testfahrten, die Flotte ergänzen, sofern der Magistrat grünes Licht gibt.

Wolfhagen. „Wir wollen die gesammelten Erfahrungen der Bürger dazu nutzen, um die Attraktivität und Alltagstauglichkeit der Elektrofahrzeuge zu steigern“, sagt Projektmanager Martin Huntzinger  zu den Motiven der Planung, ein weiteres E-Auto anzuschaffen.

Man sei sich bewusst, dass das Interesse der Menschen am Thema und die Infrastruktur derzeit noch weit auseinanderklaffen. Deshalb, und um das „Gefühl der Elektromobilität im wahrsten Sinne erfahrbar zu machen“, biete man auch ab kommenden Jahr - sofern der Magistrat grünes Licht gibt - ein Elektroauto nur für Testzwecke an, sagt der Projektmanager der Stadtwerke zur Planung.

Das Auto soll nach jetzigem Stand unentgeltlich sowohl für ein bis drei Tage als auch für ein bis vier Wochen ausprobiert werden können. Davon profitieren sollen beide Seiten.

Für die Bürger ist es eine gute Möglichkeit, anders als bei einer kurzen Probefahrt beim Händler, ein Elektrofahrzeug ausführlich auf Herz und Nieren, sprich seine Alltagstauglichkeit, zu testen.

Daten per Schnittstelle 

Die Stadtwerke wiederum partizipieren sowohl vom Feedback der Tester, als auch von den gesammelten Daten. Die sollen nach den Testfahrten über eine Schnittstelle im Fahrzeug elektronisch ausgelesen und ausgewertet werden, sagt Pressesprecher Matthias Boos.

Auch die zurückgelegten Höhenmeter können als Indiz gelten und seien insbesondere im hügeligen Wolfhager Land ausschlaggebend für die Reichweite des Fahrzeug-Akkus, ergänzt Boos. Projektmanager Huntzinger sieht in der Planung ein „Versuchsfeld mit Hilfe der Bürger“. Die sollten ruhig während der Testfahrten mit dem Auto „etwas spielen“. Die s

Weitere Informationen:  Telefon 05692/996340

päter gesammelten Daten sollen laut Huntzinger auch dazu dienen, um zu erkennen, wo weitere E-Zapfsäulen nötig und sinnvoll wären. Läuft alles wie geplant, wird ab Anfang 2015 vermutlich ein VW E-Up für die Bürger zur Verfügung stehen. Dann soll es auch möglich sein, Reservierungswünsche online über die Homepage der Stadtwerke zu äußern.

Hintergrund

Aktuell sind 77 E-Mobile im gesamten Landkreis Kassel angemeldet, dies sind gerade einmal etwa 0,1 Prozent der insgesamt 198 888 Fahrzeuge. Im Vorjahr waren es 70 E-Mobile von insgesamt 198 104 Fahrzeugen.

Dass die Zahl der E-Fahrzeuge noch so gering sind, dürfte nach Einschätzung der Experten hauptsächlich daran liegen, dass es noch nicht genügend Zapfsäulen gibt. Nach Angaben des Regionalmanagements gibt es in Nordhessen bisher 110 Säulen, weitere 100 sollen in den nächsten beiden Jahren folgen.

Im Altkreis gibt es Zapfsäulen in Wolfhagen (Stadtwerke, Rathaus, Pommernanlage), Naumburg (Haus des Gastes), Zierenberg (Hoher Dörnberg) und Breuna (Märchenlandtherme, wird in Kürze eingeweiht).

Von Nicolai Ulbrich

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