Am Donnerstag schlug die Lebendfalle zu

Streunende Hündin hält zwei Wochen Wolfhagen in Atem

Eingefangen: Nach zwei Wochen lockte Futter die kleine Hündin in eine Lebendfalle.
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Eingefangen: Nach zwei Wochen lockte Futter die kleine Hündin in eine Lebendfalle.

Halb Wolfhagen war ihr auf der Spur: der streunenden kleinen Hündin, die nach zwei Wochen am Donnerstag endlich mit einer Lebendfalle eingefangen werden konnte.

Nachts um halb vier schlug die Falle in einem Garten im Wolfhager Burggrund zu. Zwei Wochen lang war der kleine herrenlose Hund durch Wolfhagen gestreunt, immer auf der Flucht, wenn ihn Menschen einfangen wollten. „Wir wissen nicht, woher er kommt und wem er gehört“, so Yvonne Neumeier von der Stadt Wolfhagen. Vor zwei Wochen gingen bei der Stadt die ersten Meldungen ein. Über die HNA und soziale Medien informierte die Stadt die Wolfhager und bat um Sichtmeldungen. Mehrfach am Tag klingelte daraufhin bei Neumeier das Telefon. Sie bat, von Einfangversuchen abzusehen, um den Hund nicht noch mehr zu verängstigen.

Yvonne Neumeier informierte sich bei Tierschutzinitiativen, die sich mit dem Einfangen von scheuen Hunden auskennen. „Die haben uns geraten, den Hund anzufüttern, um ihn vielleicht in einem Garten fangen zu können.“ Einmal in der Zeit hätte dies fast funktioniert. Die kleine Hündin war in einem Garten gefangen und ein Tierarzt sollte einen Betäubungspfeil auf den Hund abschießen. „Plötzlich hat er dann doch ein Loch im Garten gefunden und ist wieder geflüchtet“, so die städtische Mitarbeiterin.

Beim Tierheim in Kassel lieh sich die Stadt dann eine Lebendfalle aus und deponierte sie in einem Garten am Teichberg, wo der Hund in den vergangenen Tagen immer wieder auftauchte und nach Futter suchte. „Wir haben dort eine Überwachungskamera aufgestellt und eine Spur mit Wurstwasser gelegt.“

Das heißt, in eine Wasserflasche wurde Wurst eingelegt und die für Hundenasen herrlich riechende Flüssigkeit bis zur Falle immer wieder auf dem Boden verteilt. In der Falle selbst gab es Futter. Der Plan funktionierte: In der Nacht zum Donnerstag fiel die Klappe herunter und der Hund war gefangen. Am Morgen brachte Yvonne Neumeier den Hund ins Tierheim Korbach. Dort soll sich das völlig verängstigte Tier erst einmal erholen. Ob es zur Identifizierung eines möglichen Besitzers einen implantierten Chip hat, konnte noch nicht festgestellt werden. (Bea Ricken)

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