Sturmbilanz im Wolfhager Land

Sturmschäden in Breuna: Nachdem dicke Äste abbebrochen waren, musste der Baum am Soldatenfriedhof gefällt werden. Foto:  Wüllner

Wolfhager Land. Sturm, Hagel, Gewitter, Regen: Ein Unwetter fegte am Sonntag über das Wolfhager Land. Zu dutzenden Einsätzen mussten Feuerwehren und Polizei ausrücken.

Verletzt wurde ein Autofahrer bei einem Unfall auf der Bundesstraße 450 zwischen Wolfhagen und Gasterfeld (HNA berichtete).

29 Einsätze hatte die Feuerwehr Wolfhagen am Sonntag, sagt Stadtbrandinspektor Frank Brunst. Mehrere Bäume im Stadtgebiet waren auf Straßen gekippt und mussten weggeräumt werden, außerdem gab es zwischen Wolfhagen und Ehringen Schlamm auf der Straße. Die Wolfhager Wehr sicherte dort die Straße bis zum Eintreffen des Bauhofes.

Teilweise abgedeckt wurde das Dach einer Scheune bei Viesebeck, in Niederelsungen stand auf zwei Straßen das Wasser, berichtet Brunst. Dort wurden die Kanäle gereinigt, damit der Regen abfließen kann.

Zwei Einsätze hatte die Feuerwehr Zierenberg. In der Kernstadt lagen Äste auf der Fahrbahn, in Oberelsungen war ein Keller mit Wasser und Schlamm vollgelaufen, berichtet Stadtbrandinspektor Matthias Brandau. Je Ort sei ein Löschfahrzeug zur Hilfeleistung im Einsatz gewesen.

Im Großeinsatz war die Feuerwehr Breuna. Überwiegend im öffentlichen Raum gab es erhebliche Sturmschäden, meldete Gemeindebrandinspektor Marc Döring. Mit 30 Einsatzkräften seien die Feuerwehren Breuna und Oberlistingen unterwegs gewesen. An der Volkmarser Straße stürzte ein Baum auf ein Auto. Verletzt wurde niemand.

Am Soldatenfriedhof und am Ehrenmal wurden mehrere Bäume umgeknickt, Äste brachen herunter. Im Park in Breuna, in der Nähe eines Spielplatzes, zeigte sich ein Bild der Verwüstung. Auch am Zubringer zur A 44 wurde ein Baum entwurzelt, so dass sich der Verkehr dort kurzfristig staute. Bei Rhöda knickten Bäume um und Dachziegeln krachten auf die Straße. Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann rechnet mit mehreren tausend Euro Schaden.

14 Einsätze hatte die Feuerwehr Bad Emstal am Samstag. Dabei handelte es sich größtenteils um umgeknickte Bäume, ein Baum war zudem auf mehrere Autos gestürzt. Auch wegen überfluteter Straßen musste die Wehr ausrücken, teilte Gemeindebrandinspektor Andreas Kunze mit. In Habichtswald gab es keine Einsätze.

Bis 1 Uhr in der Nacht war die Volkmarser Feuerwehr in Ehringen im Einsatz. Die Bahnstrecke zwischen Wolfhagen und Korbach musste gesperrt werden, weil ein Baum drohte, auf die Schienen zu fallen. Zahlreiche Bäume waren auf Straßen gekippt, mehrere Dächer wurden abgedeckt, berichtet Wehrführer Kai Wiebusch. Personenschäden habe es nicht gegeben. Umgestürzt ist auch die 150 Jahre alte Kirchenlinde. Dabei hat sie nichts beschädigt. Für Pfarrer Kai Scheiding ein Wunder, wie er sagte.

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