Das Leben ist zurückgekehrt

Tag der Pflege: In Altenheimen im Wolfhager Land wird wieder gefeiert

Erleichtert mit vollem Impfschutz: Bewohnerin Theresia Wieczorek und Mitarbeiterin Natalie Gutjahr mit Haushund Coco aus der Phönix in Wolfhagen.
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Erleichtert mit vollem Impfschutz: Bewohnerin Renate Neumann und Mitarbeiterin Natalie Gutjahr mit Haushund Coco aus der Phönix in Wolfhagen.

In den Altenheimen im Wolfhager Land kehrt so langsam die Normalität zurück.

Wolfhager Land – Die Mitarbeiter in Altenheimen leisten in der Pandemie seit mehr als einem Jahr Schwerstarbeit: Körperlich und seelisch. Sie absolvieren viele Überstunden, bringen ein Mehr an Einsatz bei der Betreuung von Covid-Erkrankten und leiden mit Sterbenden und ihren Angehörigen. An ihren Einsatz soll am heutigen bundesweiten Tag der Pflege gedacht werden.

„Seit Beginn der Pandemie müssen Mitarbeiter von Pflegeheimen und Krankenhäusern zusätzlich zu ihrer täglichen Arbeitsbelastung Schutzmaßnahmen erfüllen, sie testen tausendfach und umsorgen die Pflegebedürftigen mit viel Herz. Dabei wird oft vergessen, dass auch sie private Sorgen und Nöte haben und von Kitaschließungen und Kurzarbeit betroffen sind“, gibt Rita Wefing, Leiterin des Haus Phönix am Teichberg zu bedenken.

„Seit über einem Jahr leben wir mit dem Coronavirus. Noch immer bestimmt der Schutz der Bewohner vor einer Ansteckung unsere tägliche Arbeit.“ Und trotz der nach wie vor geltenden Schutzmaßnahmen mache sich jetzt eine positive Stimmung bei Mitarbeitern und Bewohnern breit. Man sei gemeinsam durch das Tal gewandert und habe gemeinsam die Krise gemeistert. Nicht einer der Mitarbeiter wende sich wegen der Belastungen durch die Pandemie vom Beruf ab, ist Wefing dankbar. In ihrem Haus soll am Tag der Pflege für die Mitarbeiter unter anderem als Dankeschön ein Foodtruck am Seniorenheim stehen.

Gertrud Degener: Heimleiterin

Auch den Senioren ginge es viel besser. Sie dürfen inzwischen wieder Besuch empfangen und Zeit bei ihren Familien verbringen. „Unsere Bewohner können wieder zusammensitzen und müssen nicht mehr allein auf ihren Zimmern bleiben. Wir haben Kleingruppen-Angebote, letztens hat ein Mitglied des Heeresmusikcorp bei uns Akkordeon gespielt und gestern kam der Hollerhof mit Tieren.“ Dennoch sei man noch weit von einem Leben wie vor der Pandemie entfernt, so die Einrichtungsleiterin.

Gar Feierstimmung herrschte zu Muttertag im Haus Abendfrieden in Oberelsungen: „Es war so schön, wir haben alle getestet und hatten mal wieder Leben in der Einrichtung“, so Leiterin Gudrun Degener. Seit alle die Impfung erhalten hätten, wäre die ständige Angst vor Corona verflogen. „Wir hatten ja glücklicherweise keinen einzigen Fall und mussten deshalb die Bewohner auch nicht isolieren.“ Die schreckliche Anspannung sei verflogen. Auch in Oberelsungen gab es bisher keine Kündigungen von Mitarbeitern. (Bea Ricken)

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