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Tipps von der Wolfhager Verkehrswacht für den Schulweg

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Von: Hanna Maiterth

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So geht es richtig: Mit der ausgestreckten Hand gehen Ella (6), Jona (6) und Ben (9) über den Zebrastreifen an der Worthstraße in Wolfhagen.
So geht es richtig: Mit der ausgestreckten Hand gehen Ella (6), Jona (6) und Ben (9) über den Zebrastreifen. © Hanna Maiterth

In diesen Tagen sind wieder zahlreiche Schulanfänger auf der Straße unterwegs. Da heißt es: Aufpassen.

Wolfhagen – Heute beginnt die Schule, und zahlreiche Mädchen und Jungen wechseln vom Kindergarten in die erste Klasse. Damit steht nicht nur ein neuer Lebensabschnitt an, als Schulanfänger sind die Kinder nun auch Teil des Straßenverkehrs. Was die Neulinge beachten sollten und wie Eltern sowie Erziehungsberechtigte ihren Nachwuchs unterstützen können, damit diese den Schulweg sicher meistern, weiß Norbert Ithner von der Verkehrswacht Wolfhagen ganz genau. Der hat in dieser Woche bereits gelbe Signalbanner aufgehängt, um Autofahrer auf den Schulanfang aufmerksam zu machen. Bei Bedarf verteilen die Mitglieder der Verkehrswacht auch Leuchtwesten an die Kinder.

Der wichtigste Tipp von Ithner lautet: „Alle Eltern sollten mit ihren Kindern mindestens einmal den Schulweg ablaufen.“ Dazu gehört der Hinweg zu Schule und Bushaltestelle, aber natürlich auch der Rückweg. Kurz vor den Einschulungsfeiern in Wolfhagen, Ippinghausen und Wenigenhasungen am Dienstag wird die Zeit schon langsam knapp. „Bei einem gemeinsamen Spaziergang kann der Weg abgegangen werden“, rät Ithner. Um die nötige Sicherheit zu erhalten und da jedes Kind einen individuellen Schulweg hat, lohne sich der Familienausflug in jedem Falle. Dabei gilt auch: „Der direkte Weg ist nicht immer der beste.“ Für mehr Sicherheit lohne es sich durchaus, auf Nebenstraßen auszuweichen.

Beim gemeinsamen Erkunden, bekommen die Mädchen und Jungen den besten Überblick über die Strecke. Außerdem haben die Erziehungsberechtigten gleichzeitig die Möglichkeit, ihrem Nachwuchs geeignete Stellen zum Überqueren der Straße zu zeigen, so Ithner. „Die Straße sollte dann möglichst zügig und ohne Ablenkung überquert werden.“ Gerade bei den Neulingen im Straßenverkehr seien Kopfhörer mit Musik in den Ohren gefährlich.

Damit sich die Kinder den Weg besser einprägen, können Eltern sie zudem auf markante Gebäude hinweisen. Wer einmal gemeinsam mit dem Kind den Weg abgelaufen sei, könne auch besser abschätzen, um wie viel Uhr sich das Schulkind vor Beginn der ersten Stunde auf den Weg machen müsse. Um auch wirklich pünktlich in der Klasse anzukommen, gehöre eine Armbanduhr an das Handgelenk der Erstklässler.

Norbert Ithner weiß, seit einigen Jahren werden Kinder verstärkt von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gefahren. Auch aus Zeitmangel. Dass es bei vielen Familien morgens hektisch sei, weil alle aus dem Haus müssen und die Kinder daher schnell noch an der Schule abgesetzt werden, sei durchaus nachvollziehbar, zeigt er Verständnis. Dennoch rät der Mann von der Verkehrswacht davon ab. Zum einen entstünden durch das erhöhte Verkehrsaufkommen in den Straßen um das Schulgelände brenzliche Situationen. Zum anderen sei es gut für die Kinder. Sie lernten damit nicht nur, selbstständig den Schulweg zu bewältigen. Der Nachwuchs werde mit frischer Luft versorgt und die Kinder hätten sich schon mal bewegt und den Kreislauf angekurbelt. Außerdem sei es eine Möglichkeit, nach einem hektischen Morgen zur Ruhe zu kommen. „Es bringt viele Vorteile mit sich.“ (Hanna Maiterth)

Macht Verkehrsteilnehmer mit Bannern auf den Schulanfang aufmerksam: Norbert Ithner von der Verkehrswacht Wolfhagen am Fußgängerüberweg an der Worthstraße.
Macht Verkehrsteilnehmer mit Bannern auf den Schulanfang aufmerksam: Norbert Ithner von der Verkehrswacht Wolfhagen. © Hanna Maiterth

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