Ü60-Treffen des FSV

Wolfhager Kicker-Oldies schwelgten in Erinnerungen

Reinhard Luckei

Seit fast 40 Jahren ist es Tradition beim Fußballsportverein (FSV) Rot-Weiß Wolfhagen, dass sich immer am ersten Freitag eines neuen Jahres die Mitglieder treffen, die bereits das 60. Lebensjahr überschritten haben.

Diesmal waren über 40 gekommen, um sich nicht nur in geselliger Runde vom FSV-Vorsitzenden Harms Böttger über das aktuelle Vereinsgeschehen unterrichten zu lassen, sondern vor allem, um ein Wiedersehen mit alten Kameraden zu feiern und dabei in Erinnerungen zu schwelgen.

Der an Jahren älteste Ü60er war Kurt Pache, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feiern kann. Jüngster war der in Vellmar lebende Eugen Kreitsch, der drei Tage vor dem Treffen 60 Jahre alt wurde. Verantwortlicher Ausrichter von Beginn an ist der FSV-Ehrenrat.

Mit dabei beim diesjährigen Treffen der FSV-Altvorderen war natürlich auch wieder Reinhard Luckei, dem der Fußball in die Wiege gelegt wurde. Sein Vater Christian war selbst aktiver FSV-Spieler zudem Schiedsrichter und Hauptkassierer, sein Patenonkel Friedhelm Luckei verantwortlicher Senioren-Spartenleiter.

Mit zehn Jahren wurde Reinhard Luckei Mitglied und Spieler der C-Schülermannschaft. Dies war damals die unterste Klasse im Nachwuchsbereich. Anschließend durchlief er die B- und A-Jugend und wurde bereits mit 17 Jahren für den Seniorenkader nominiert. Gleich in seinem ersten Pflichtspiel ging es gegen Elbenberg um den A-Klassenverbleib, der aber ein Traum blieb. Wolfhagen verlor mit 0:1 und musste in die B-Klasse absteigen. Doch unter Führung von Reinhard Luckei, der über zehn Jahre lang die Kapitänsbinde trug und insgesamt über 750 Spiele im FSV-Trikot bestritt, stieg Wolfhagen später bis in die Bezirksliga auf. 1984 kam für Luckei das Aus, er musste nach einer schweren Handverletzung die Stollenschuhe an den Nagel hängen. Reinhard Luckei bekam ein besonderes Abschiedsspiel, dafür hatte sich der FSV die Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft an die Liemecke eingeladen.

Seiner Kickerleidenschaft konnte der Vorstopper jedoch noch nicht ganz entsagen. Einige Zeit spielte er in der Altherrenmannschaft und auch in der Betriebsmannschaft des Finanzamtes Kassel, das für den gelernten Großhandelskaufmann 41 Jahre lang bis zur Rente berufliche Heimat war.

Sportliche Höhepunkte in seiner Karriere waren vor allem immer die Derbys gegen Volkmarsen. „Ein Spiel in Volkmarsen ist mir besonders in Erinnerung. Da fuhren wir mit einem Bus hin, der zwischen Wolfhagen und Ehringen im Lindengrund aber ein Hinterrad verlor. Passiert ist uns nichts und gespielt haben wir auch noch.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.