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Die Türen des Landwirtschaftsbetriebs Rose in Oberelsungen ist für Verbraucher geöffnet

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Von: Monika Wüllner

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Der Betrieb von Cordula Krüger-Rose und Thomas Rose
Das Schild zeigt es: Der Betrieb von Cordula Krüger-Rose und Thomas Rose gehört jetzt zu dem Netzwerk Leitbetriebe Pflanzenbau. Charlotte Rauch vom Kreisbauernverband Kassel hat das Schild überreicht. © Monika Wüllner

Der Betrieb von Cordula Krüger-Rose und Thomas Rose gehört jetzt zu dem Netzwerk Leitbetriebe Pflanzenbau und somit wird auch ein Hofschild im Betrieb angebracht

Oberelsungen – Der Landwirtschaftsbetrieb von Cordula und Thomas Rose gehört jetzt zu den Leitbetrieben Pflanzenbau. Um die Zugehörigkeit zu diesem Netzwerk sichtbar zu machen, wird nun das entsprechende Hofschild im Betrieb angebracht. Damit soll die Arbeit der Öffentlichkeit näher gebracht werden.

Dieses Netzwerk wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft initiiert und ist ein Leuchtturmprojekt der Ackerbaustrategie 2035. 56 landwirtschaftliche Betriebe sind dabei, 100 sollen es werden. Rose gehört zu den ersten fünf Betrieben in ganz Hessen.

„Wir wollen Multiplikator für die Öffentlichkeit sein und uns gleichzeitig intern gut vernetzen“, so Thomas Rose. Bisher seien Vorträge und Treffen nur per Videokonferenz möglich gewesen. Doch die Corona-Zahlen lassen auf eine baldige Präsenz hoffen.

„Wir können voneinander lernen, zum Beispiel, bei der Digitalisierung“

Der Austausch mit anderen Betrieben über nachhaltigen Pflanzenbau, die eigene Arbeit der Öffentlichkeit näherzubringen und die Zukunft des Ackerbaus aktiv mitzugestalten – das alles sind Ziele des bundesweiten Netzwerks Leitbetriebe Pflanzenbau. Und das spricht Thomas Rose und seiner Frau Cordula aus dem Herzen.

„Wir können voneinander lernen, zum Beispiel, bei der Digitalisierung“, so Rose. Auch die Fruchtfolge sei klimabedingt sehr erweitert worden. Das alles seien Themen, die man miteinander besprechen könnte und letztlich auch davon profitieren würde.

Zum Klima haben die Roses eine deutliche Haltung. „Heutzutage haben wir vermehrt Ostwindlagen. Die Flächen trocknen dadurch mehr aus, die Winde sind einfach schärfer geworden“, so Cordula Krüger-Rose. Die Klimaveränderung sei zu spüren.

„Verbaucher wollen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden“

Gerade deshalb sei die nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft sinnvoll. Aber nicht allein die Vernetzung unter Gleichgesinnten solle verstärkt werden. Im Fokus seien auch Verbraucher. „Jeder darf sich hier gerne informieren und sich einen Eindruck verschaffen“, sagte Thomas Rose.

Ob Klimaanpassung, Bodenschutz, Bodenfruchtbarkeit, Pflanzenvielfalt, Biodiversität, Düngeeffizienz, Digitalisierung – die Themen sind vielfältig und für die Landwirtschaft zukunftsweisend.

„Verbraucher wollen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden. Dafür öffnen die Leitbetriebe ihre Türen und Tore und bieten Interessierten die Möglichkeit, die vielfältige Praxis des Pflanzenbaus kennenzulernen“, sagte Charlotte Rauch vom Kreisbauernverband Kassel.

Die Netzwerkbetriebe laden Familien, Kitas, Schulklassen und weitere Besuchergruppen auf ihre Höfe ein

Die Netzwerkbetriebe laden Familien, Kitas, Schulklassen und weitere Besuchergruppen auf ihre Höfe ein. Bei Hoffesten, Hofführungen, Exkursionen und Mitmachaktionen zeigen sie ihre Arbeit in den Betrieben.

Und mit quirligen 7500 Hühnern inklusive dreier Alpakas, die die Hühner mit Argusaugen gegen Diebe von oben bewachen, gibt es durchaus auch optisch einiges zu entdecken auf dem schönen Hof der Familie Rose. (Monika Wüllner)

7500 Hühner tummeln sich auf dem Hof von Thomas Rose.
Neugierig und freundlich: 7500 Hühner tummeln sich auf dem Hof von Thomas Rose. Und bald werden sie wieder von Alpakas bewacht, die noch im Winterquartier sind. © Monika Wüllner

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