Bananen-Phantom aus Wolfhagen sorgt für Lacher

TV-Komiker Kalkofe nimmt Obst-Werfer aus Wolfhagen und Polizeisprecher Werner aufs Korn

„Aktenzeichen XY abgeschält“: Oliver Kalkhofe (rechts) nimmt in „Kalkofes Mattscheibe Rekalked“ Polizeisprecher Torsten Werner (links) aufs Korn. Hintergrund ist ein TV-Bericht aus dem Jahr 2016, in dem Werner zum Bananen-Phantom aus Wolfhagen interviewt wird. Screenshot: Tele5

Kreis Kassel. TV-Komiker Oliver Kalkofe parodiert den Kasseler Polizeisprecher Torsten Werner und das Bananen-Phantom aus Wolfhagen in einem Beitrag bei "Kalkofes Mattscheibe Rekalked". 

Das mysteriöse Bananenschalen-Phantom treibt seit mehr als 20 Jahren sein Unwesen an der Schützeberger Straße in Wolfhagen. Fast täglich wirft der Unbekannte Bananenschalen auf die Verkehrsinsel gegenüber eines Einkaufsmarktes. Doch bislang fehlt vom Täter jede Spur. Nun haben die perfiden Machenschaften des immer noch unbekannten „Weichobstschalenschmeißers“ es bereits das zweite Mal ins Fernsehen geschafft – und mit ihm wird Polizeisprecher Torsten Werner zu einem kleinen TV-Star.

Noch keine heiße Spur: Seit mehr als 20 Jahren wirft ein Unbekannter die Schalen fast täglich auf die Verkehrsinsel an der Schützeberger Straße in Wolfhagen vor dem Einkaufsmarkt. Archivfoto: Ricken

Der Sender Tele 5 strahlte kürzlich einen achtminütigen Beitrag in „Kalkofes Mattscheibe Rekalked“ aus. Darin nimmt Parodist Oliver Kalkhofe einen Beitrag des Fernseh-Formats „Fahndung Deutschland“ gehörig aufs Korn. Die Sendung wurde als Pendant zu Aktenzeichen XY ungelöst im öffentlich-rechtlichen Fernsehen im Jahr 2016 auf Sat1 ausgestrahlt – eine perfekte Vorlage für Kalkofe:

„Während sich andere Gemeinden bereits um kindische Bagatellen und Bananitäten wie Raubüberfälle, Serienmord und Terroranschläge kümmern, ist das SEK Wolfhagen auf der Suche nach dem anscheinend schwer geisteskranken Bananenschmeißer“, wettert der Satiriker in dem Beitrag und stellt haarsträubende Vermutungen auf, in dem er sogar von einer Bananen-Mafia im Wolfhager Land spricht – selbstverständlich immer mit einem Augenzwinkern. Denn die „konstruktive Medienkritik“ in Form von satirischen Kommentaren zu Ausschnitten von TV-Beiträgen ist seit den 1990er-Jahren sein Markenzeichen. Kalkofe erhielt für seine Mattscheibe 1996 sogar den Adolf-Grimme-Preis.

Doch noch bevor das Bananen-Phantom seinen Siegeszug auf den Bildschirm schaffte, erlangte es Berühmtheit in unserer Zeitung. Bereits 2014 thematisierte die HNA das Bananenschalen-Drama in einem Artikel, der offenbar Auslöser für das weitere mediale Interesse an der herrenlosen Bananenschale war.

Polizeisprecher Torsten Werner nimmt den satirischen Beitrag in „Kalkofes Mattscheibe Rekalked“ mit Humor. Auf seinem Twitterprofil schreibt er: „Es ist einfach eine Freude, Teil dieses Beitrags zu sein. #Mattscheibe #GelbeGefahr #Ritterschlag.“ Und auch im Gespräch mit unserer Zeitung zeigte er sich äußerst amüsiert und auch ein wenig stolz. „Ich empfinde es als einen Ritterschlag“, sagt Werner, der seit vielen Jahren ein großer Fan von Kalkofe ist und die Sendung schon immer regelmäßig schaut.

„Ich mag seine Schlagfertigkeit, den hervorragenden Terminus und den bissigen Humor.“ Werner kann sich gut an den Tag erinnern, als die Produktionsfirma bei ihm anfragte: „Ich habe den O-Ton mit einem Augenzwinkern gegeben.“ Auf die Frage, ob es endlich eine heiße Spur gibt, antwortete Werner nur: „Wir und das SEK Wolfhagen tappen immer noch im Dunkeln.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.