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Ü60-Treffen des FSV Wolfhagen: Erinnerung an die gute alte Fußballzeit

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Von: Reinhard Michl

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Endlich ein Wiedersehen: Nach einer dreijährigen Corona-Zwangspause gab es wieder beim FSV Rot-Weiß Wolfhagen ein Ü60-Treffen mit über 40 Teilnehmern.
Endlich ein Wiedersehen: Nach einer dreijährigen Corona-Zwangspause gab es wieder beim FSV Rot-Weiß Wolfhagen ein Ü60-Treffen mit über 40 Teilnehmern. © Reinhard Michl

Im Jahr 1981 fand zum ersten Mal ein Ü60-Treffen beim FSV Wolfhagen statt. In diesem Jahr war die Freude bei den Altvorderen wieder groß – nach drei Jahren Coronapause.

Wolfhagen – „Weißt du noch, damals?“ Mit diesem Satz begannen die meisten Gespräche im Vereinsheim Liemeckestadion des Fußballsportvereins (FSV) Rot-Weiß Wolfhagen beim traditionellen Ü60-Treffen.

Diese Veranstaltung der ehemaligen Spieler, Funktionäre, Mitglieder, Freunde und Fans, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, beziehungsweise im Jahr der Durchführung so alt werden, ging erstmals 1981 als Seniorentreffen über die Bühne. Vier Jahre später erhielt sie dann die Bezeichnung Ü60-Treffen. Immer in geselliger Runde am ersten Freitag eines neuen Jahres.

Wobei die FSV-Altvorderen coronabedingt zuletzt drei Jahre lang auf das Wiedersehen macht Freude mit guten Freunden verzichten mussten.

FSV Wolfhagen: Über 40 Teilnehmer kommen zum Ü60-Treffen

Verantwortlicher Gastgeber und Ausrichter ist in Kooperation mit dem Vereinsvorstand der FSV-Ehren- und Ältestenrat mit aktuell Werner Schwedes an der Spitze. Der diesmal über 40 Teilnehmer begrüßen konnte. Aber auch der erste Vorsitzende Harms Böttger ließ es sich nicht nehmen, die Ü60er nicht nur willkommen zu heißen und ihnen zu danken. Wofür? Dass sie damals in ihrer aktiven Zeit mit ihrem ehrenamtlichen Engagement mit das tragende Fundament für die heutige Blüte des Vereins geschaffen haben. Der FSV-Chef stand zudem detailliert Rede und Antwort über das derzeitige Vereinsgeschehen.

Sportlich ist dies die erfolgreichste Ära in der 98-jährigen FSV-Geschichte. Sowohl der drei Seniorenmannschaften als auch im Nachwuchsbereich. Die „Erste“ ist als ungeschlagener Gruppenligaspitzenreiter auf Verbandsligakurs, die A-Junioren können gar vom Sprung in die Hessenliga träumen.

Natürlich war bei Harms Böttger auch der geplante und bereits auf den Weg gebrachte Neubau eines Kunstrasenplatzes ein Thema (wir berichteten).

Ehrennadel für 70 Jahre Mitgliedschaft: FSV Wolfhagen ehrt Kurt Franke

Unter den diesjährigen Teilnehmern war auch wieder Kurt Franke. Der am 3. August 1941 in Wolfhagen das Licht der Welt erblickte, zehn Jahre später Mitglied wurde und seitdem ohne Unterbrechung seinem FSV die Treue hält. Dafür wurde Kurt Franke vor wenigen Wochen mit der Ehrennadel in Gold mit der Zahl 70 ausgezeichnet.

Kurt Franke Seit 72 Jahren bei den „Wölfen“
Kurt Franke Seit 72 Jahren bei den „Wölfen“ © Michl, Reinhard

Seine sportliche Laufbahn begann er als Spieler in der damaligen Schülermannschaft auf der Verteidigerposition, „wobei ich in allen folgenden Jugendaltersklassen, bei den Senioren und auch den Alten Herren immer nur in der Abwehr auf dem grünen Rasen stand“.

Als Schüler konnte sich Kurt Franke keine eigenen Fußballschuhe leisten. „Die ersten Stollentreter bekam ich von einem Nachbarn geliehen, der bei den Senioren spielte, musste diese dann nach dem Spiel sofort akkurat geputzt wieder zurückbringen.“ Eigene Fußballschuhe konnte sich Kurt Franke erst leisten, als er in der Maurerlehre selbst Geld verdiente, „wobei ich da, für die damalige Zeit eine große Summe, nämlich 25 Mark auf den Tisch blättern musste“.

FSV Wolfhagen: Kurt Franke half tatkräftig beim Bau der Tribüne

Bis Ende der 1960er-Jahre spielte er bei den Senioren, dann wechselte er in die Altherrenmannschaft. Er war dort nicht nur aktiver Spieler, sondern übernahm auch über 20 Jahre lang bis vor fünf Jahren Verantwortung als Betreuer sowie Abteilungsleiter.

Aber damit noch nicht genug: Egal, wo im Liemeckestadion helfende Hände benötigt wurden, ob baulicher Art oder beim Platzaufbau, Kurt Franke stand immer Gewehr bei Fuß. Allein beim Neubau des Tribünengebäudes leistete er ehrenamtlich rund 400 Arbeitsstunden. (Reinhard Michl)

Die Älteren können stolz auf ihren Fußballer-Nachwuchs sein: Der FSV Rot-Weiß Wolfhagen hat eine bärenstarke Hinrunde in der Gruppenliga hingelegt.

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