Übung: Mit Großaufgebot gegen Flammen an Filchner-Schule

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Versorgung vor Ort: Das Rote Kreuz kümmert sich um die Verletzten der Übung.

Wolfhagen. Von der Stadtkirche zur Wilhelm-Filchner-Schule - die Akteure der traditionellen Pfingstübung in Wolfhagen haben den Schauplatz geändert.

Waren die Rettungskräfte im vergangenen Jahr zu einem vermeintlichen Feuer zum höchsten Gebäude der Stadt geeilt, wurden sie am Dienstagabend zu einem Einsatz in die Schule gerufen.

Mitglieder der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks (THW) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) probten unter den Augen zahlreicher Zuschauer den Ernstfall. Gut 400 Zaungäste waren gekommen, um sich vom Zusammenspiel der Rettungskräfte zu überzeugen. Feuerwehrmann Thomas Treschhaus kommentierte den Einsatz über eine Lautsprecheranlage und informierte detailliert über die jeweiligen Schritte.

Punkt 18 Uhr ging die Alamierung in der Feuerwehr-Leitstelle ein. Die beorderte sofort THW und DRK zur Wilhelm-Filchner-Schule. Bereits wenige Minuten später traf die Kernstadtwehr mit 40 Einsatzkräften und allen Rettungsfahrzeugen einschließlich der 30 Meter hohen Drehleiter ein. Kurz danach waren auch die jeweils 20 THW- und DRK-Helfer mit dem notwendigen Rettungs- und Versorgungsequipment zur Stelle. In der Übung gingen die Retter davon aus, dass das Gebäude lichterloh in Flammen steht. Von Lehreren und Schülern, die sich noch rechtzeitig vor Flammen und Rauch hatten retten können, erfuhren sie, dass sich im Gebäude noch mindestens acht Schüler befinden. Die Rettung mit schweren Atemschutzgerät wurde dadurch erschwert, dass der Eingangsbereich und das Treppenhaus einzustürzen drohte. Die THW-Einsatzkräfte mussten also die Rettungswege absichern. Während die Feuerwehr die Flammen bekämpfte, wurden alle acht Kinder mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung und teilweise schweren Brand- und Schürfverletzungen aus dem Gebäude geholt. DRK-Helfer und Notärzte übernahmen die Estversorgund und brachten sie je nach Verletzungsschwere zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser.

Positives Fazit 

Feuerwehr-Einsatzleiter Lars Wiegand zog mit seinen THW- und DRK-Kollegen ein sehr positives Fazit: „Die Zusammenarbeit der drei Hilfsorganisationen, die gemeinsame Einsätze nicht so oft üben, lief wie am Schnürchen.“ Nach der Übung, die obligatorisch mit einem Platzkonzert des Feuerwehr-Spielmannszugs ausklingt, standen die Einsatzkräfte den Fragen der Zuschauer noch lange Rede und Antwort.

Von Reinhard Michl

Feuerwehr, THW und DRK üben für den Ernstfall

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