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Ukrainehilfe betreibt Hilfsgut-Sammelstelle in Martinhagen

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Von: Bea Ricken

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In Martinhagen gibt es eine Sammelstelle der Ukrainehilfe, bei der Geflüchtete vieles für den täglichen Bedarf erhalten. Zu den Helfern gehören Evelyn Knobel, Ludmilla Pfeffermann, Josef Radler, Franziska Kunze, Jasmin Lamabach, Doris Knobel (von links). Im Hintergrund Florian Knobel und Mirco Krug.
In Martinhagen gibt es eine Sammelstelle der Ukrainehilfe, bei der Geflüchtete vieles für den täglichen Bedarf erhalten. Zu den Helfern gehören Evelyn Knobel, Ludmilla Pfeffermann, Josef Radler, Franziska Kunze, Jasmin Lamabach, Doris Knobel (von links). Im Hintergrund Florian Knobel und Mirco Krug. © Bea Ricken

Seit Kriegsbeginn ist sie pausenlos für die Menschen in der Ukraine und die Schutzsuchenden im Einsatz: Die Ukrainehilfe Kassel. In Martinhagen hat sie nun eine Sammelstelle eingerichtet.

Martinhagen/Wolfhagen – Die Ukrainehilfe Kassel fährt nicht nur mit Lkw direkt in die Ukraine, sondern unterhält in Schauenburg-Martinhagen eine eigene Sammelstelle für Hilfsgüter aller Art. „Wir sind ein kleiner gemeinnütziger Verein. Meine Kollegin Olga Tape ist schon seit zehn Jahren in der Ukraine aktiv“, erklärt Sprecher Florian Knobel aus Martinhagen.

Über diesen Kontakt haben sich die Ehrenamtlichen seit Beginn des Krieges neu formiert und bringen Lebensmittel, Kleidung, Verbandsmaterial und Medikamente in die stark betroffenen Regionen. Von Schauenburg aus wurden schon drei Lkw und diverse Kleintransporter beladen und losgeschickt.

Florian Knobel, Ukrainehilfe
Florian Knobel, Ukrainehilfe © Privat

„Die Menschen können sich hier kostenlos einkleiden und erhalten auch Haushaltswaren“

„80 Prozent der Hilfsgüter bringen wir direkt in die Krisengebiete, die restlichen Spenden verteilen wir vor Ort an schutzsuchende ukrainische Familien“, so Knobel, der zusammen mit seiner Frau Evelyn Knobel und vielen Helfern von Montag bis Samstag jeden Tag die Türen für Spender und Empfänger öffnet.

„Die Menschen können sich hier kostenlos einkleiden und erhalten auch Haushaltswaren“, erklärt der Sprecher. Unter anderem hatte die Ukrainehilfe Wolfhagen eine größere Menge Hilfsgüter nach Martinhagen gebracht, weil dort die Sammelstelle jeden Tag geöffnet ist. Aus dem gesamten Landkreis kommen inzwischen Gastgeber und Helfer mit Ukrainern vorbei. Tendenz steigend.

Leichtere Übergangskleidung werde nun dringend benötigt

Derzeit gibt es an Kleidung vorwiegend Wintersachen. Die Schutzsuchenden sind mit Winterjacken geflüchtet und benötigen jetzt dringend leichtere Übergangskleidung. Diese wird gesucht, ebenso wie Wasserkocher, Verbandsmaterial, Medikamente oder Medizinbedarf, wie Rollstühle oder Rollatoren. Weiterhin Hygieneartikel aller Art, Badeschlappen, Bettdecken und Kopfkissen sowie Wolldecken, Besen und Haushaltswaren.

Die freiwilligen Helfer freuen sich auch über Tankgutscheine, Papier für den Drucker und Laminierfolie. Vor Ort gibt es zusätzlich für die Schutzsuchenden kostenlose Sim-Karten, die für eine begrenzte Zeit gelten.

In Kürze wollen sich die Helfer wieder mit einem Lkw auf den Weg in Richtung Ukraine, und zwar in die Region um Cherson, machen und dort unter anderem ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr übergeben. „Im Moment warten wir noch, bis sich die Kampfhandlungen dort etwas beruhigen.“ (Bea Ricken)

Öffnungszeiten der Sammelstelle

Die Annahmestelle der Ukrainehilfe in Martinhagen ist ab dem 19. April von Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Außerdem am Samstag von 10 bis 16 Uhr. Andere Annahmezeiten können telefonisch vereinbart werden unter 0152/24085390, E-Mail-Adresse: ukrainehilfe-kassel@web.de

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