Ulla Meinecke nimmt die Generation Selfie auf die Schippe

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Begeistert zum Abschluss des Winterfestivals im Wolfhager Kulturladen: Ulla Meinecke.

Wolfhagen. Mit dem Konzert von Ulla Meinecke ging im Wolfhager Kulturladen das Winterfestival zu Ende.

„Wenn zwei zueinander passen“, singt Ulla Meinecke im Wolfhager Kulturladen und bringt damit gleich zu Beginn ihrer Show auf den Punkt, was schnell auch ihre Fans im ausverkauften Kulturwohnzimmer der Stadt spüren: Die Wolfhager und Meinecke, das passt. Es dauert nicht lange, bis es die ersten Besucher von ihren Sitzen reißt - zu ansteckend sind die eingängigen Melodien und treibenden Grooves, die Meinecke da mit ihren zwei Musikern durch die Lautsprecher schickt.

Sie kann es noch immer, die sympathische Sängerin, die seit nunmehr über drei Jahrzehnten die deutsche Musiklandschaft entscheidend mitprägt. In den Charts ist sie vielleicht mit den eigenen Alben nicht mehr auf den oberen Rängen zu finden, goldene Schallplatten aber regnet es dennoch, wie kürzlich erst für ihre textlichen Beiträge zur CD von Annett Louisan.

Ja, texten kann sie, konnte sie schon immer. Da reflektiert sie auf ironische Weise und mit einer ihr eigenen poetischen Sprache die Mysterien des Alltags und der Liebe. Ihre samtige Stimme, ihre feinsinnige Sprache und nicht zuletzt ihre nachdenklich-ironische Sicht auf die kleinen und großen Probleme des Lebens begründen ihren Ruf als Sängerin, Dichterin und Autorin.

Spaß mit Generation Selfie

Ulla Meinecke dabei zuzuhören ist nicht nur Genuss pur, es macht auch unendlich viel Spaß, wenn sie die Generation Selfie auf die Schippe nimmt, für die „schon der 30. Geburtstag eine Nahtoderfahrung ist“. „Ich bin zu alt“, singt sie und reist mit ihren Fans zur Endstation Sehnsucht. Von einem „zu alt“ ist dabei rein gar nichts zu spüren, ganz im Gegenteil: Ulla Meinecke ist noch immer die, die nicht ohne Grund seit mehr als drei Jahrzehnten zu den ganz Großen der deutschen Musiklandschaft zählt.

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