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Unabhängig von Öl und Gas

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Von: Bea Ricken

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Wilfried Steinbock BEG-Aufsichtsrat
Wilfried Steinbock BEG-Aufsichtsrat © privat

Deutschland muss weg von Öl- und Gasimporten, das zeigt derzeit der Krieg in der Ukraine. Die Bürger-Energie-Genossenschaft Wolfhagen (BEG) will darauf im zehnten Jahr ihres Bestehens eine Antwort geben.

Wolfhagen – Dieser Geburtstag ist für die Mitglieder der BEG zum einen Bestätigung, dass die Gründung vor zehn Jahren richtig war und Antrieb, das Augenmerk nun zügig auf weitere Erneuerbare Energie-Projekte für die Stadtwerke Wolfhagen zu legen, an denen die BEG zu fast 40 Prozent beteiligt ist.

Dem gestiegenen Strombedarf bei Wärmepumpen und der E-Mobilität sowie der angestrebten Unabhängigkeit von Öl- und Gasimporten müsse man vor Ort schnellstmöglich Rechnung tragen, sagt BEG-Aufsichtsratsvorsitzender Wilfried Steinbock.

Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit der BEG stehen die Beteiligung an den Stadtwerken

Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit der BEG stehen die Beteiligung an den Stadtwerken, zur Sicherung einer nachhaltigen Energieversorgung und die Entwicklung und Unterstützung von Projekten zur für mehr Energieeffizienz und -einsparung.

„120 Windräder in Hessen stehen vor der Inbetriebnahme, gegen 83 gibt es vor Gericht Klagen“, so BEG-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Kraft. So könne die Energiewende nicht gelingen.

Die BEG erhofft sich weniger Bürokratie sowie verträgliche und abgewogene Lösungen. Wenn eine Entscheidung für einen Windpark getroffen sei, müsse diese juristischen Bestand haben und nicht jahrelang noch Gerichte beschäftigen, so Kraft.

BEG hat ein Genossenschaftskapital von 4,6 Millionen Euro, das zur Hälfte in den Stadtwerken steckt

Die BEG hat ein Genossenschaftskapital von 4,6 Millionen Euro, das zur Hälfte in den Stadtwerken steckt. Der Rest wurde als Beteiligung an drei Windparks im Kaufunger Wald investiert.

Außerdem errichtet die BEG eigene Fotovoltaikanlagen auf Dächern in Kooperation mit der Stadt Wolfhagen. Die Bürger profitieren genauso wie die Stadt von der jährlichen Gewinnausschüttung.

Rückschauend sei man stolz darauf, dass das Energiekonzept der Stadt durch die Beteiligung an den Stadtwerken aufgegangen sei, erklärt Karl-Heinz Kraft. Nämlich im Jahr 2015 den Strombedarf zu hundert Prozent aus Erneuerbaren Energien vor Ort zu decken. (Bea Ricken)

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