Schottische Hochlandrinder bei Zweiter Hessischer Bullenschau in Wolfhagen prämiert

Urige Schönheiten mit spitzen Hörnern

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Bullenkörung: Unter den strengen Blicken der beiden Richter (links) vom Landesverband präsentierte Reinhard Berdi (Mitte) aus Ippinghausen seinen Bullen „Othello von der Weidelsburg“. Rechts der spätere Körsieger „Outside von der Junkernwiese“. 

Wolfhagen. Respekteinflößend sind sie schon mit ihren mächtigen Körpern, den zotteligen Haaren und den spitzen Hörnern: die Highland Cattle. 22 Bullen wurden bei der Zweiten Hessischen Bullenschau in Wolfhagen gekört.

„Aber eigentlich sind sie friedlich, besonders in der Herde“, versicherte Reinhard Berdi, Züchter aus Ippinghausen. Doch am Samstag waren sogar seine Bullen „Davis von der Sommerleite“ und „Othello von der Weidelsburg“ etwas nervös. Schließlich tummelten sich außer ihnen noch über zwanzig Bullen auf der Limecke zur Zweiten Hessischen Bullenschau in Wolfhagen.

Aber vor der Präsentation mussten die Schottischen Hochlandrinder noch zum Friseur. „Einmal waschen, fönen, kämmen!“ war angesagt. Die dreizehn angemeldeten Züchter und ihre Helfer legten sich mächtig ins Zeug, damit jede Locke bei ihren Lieblingen auch richtig lag. Die Tiere ließen es eher unwillig über sich ergehen.

22 Bullen im Ring

Aber die Arbeit hatte sich gelohnt, als 22 Bullen gegen Mittag den zwei Richtern vom Landesverband „Landwirtschaft Hessen“ vorgeführt wurden. Die Jury vergab Noten nach drei Kriterien: Skelett, Muskulatur und Kopf mit Hörnern. Danach wurden die Tiere gewogen, den zahlreichen Zuschauern präsentiert und die Einzelergebnisse vorgelesen. Körsieger wurde „Outside von der Junkernwiese“ mit Besitzer Karl Specht aus Wetter-Amönau.

Für die Zucht geeignet

Körung bedeutet, dass der Bulle für die Zucht geeignet ist. Gesamtsieger war „Osiris vom Eiserbachtal“ von der Züchtergemeinschaft Groten aus Simmerath. Aus ganz Hessen und den Nachbarländern kamen die Züchter zur Bullenschau angereist.

„Ich habe mich sofort in sie verliebt.“

Rainer Hardt,als er zum ersten mal Hochlandrinder sah

So auch der frühere Landessprecher des Landesverbandes Dr. Rainer Schöffel mit Sohn Tilman, Züchter aus Hessisch-Lichtenau, der mit seinem Bullen „James Ruadh von der Falkenau“ einen vorderen Platz belegte.

Reinhard Berdi war der Veranstalter der Bullenschau. Dass er eine Zucht mit Schottischen Hochlandrindern seit fast 30 Jahren betreibt, hat er seinem Schwiegervater Rainer Hardt zu verdanken. „Ich habe diese großen Tiere zum ersten Mal in Norddeutschland morgens im Nebel gesehen und mich sofort in sie verliebt“, sagte Rainer Hardt schmunzelnd. Seitdem haben sie ihre Highland-Cattle-Zucht systematisch aufgebaut. Die robusten Tiere laufen das ganze Jahr über im Naturschutzgebiet Glockenborn bei Bründersen frei herum.

Für gute Bewirtung während der Bullenschau sorgten die Landfrauen und der Reitverein Wolfhagen.

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