Verkauf der Stadtwerke ist kein Thema - Aufsichtsratschef dementiert Gerüchte

Reinhard Schaake

Wolfhagen. Mit dem angekündigten Ausstieg Martin Rühls als Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfhagen ranken sich Gerüchte um die Hintergründe der Entscheidung.

So soll dem Stadtwerke-Chef im Auftrag des Aufsichtsrates von einem Mitarbeiter vorübergehend der Schlüssel abgenommen worden sein. Auch wird über einen drohenden Verkauf des Unternehmens spekuliert.

„Nichts davon ist wahr“, sagte Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos) in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke auf HNA-Anfrage. Es sei zu keinem Zeitpunkt ein Hausverbot gegen Martin Rühl verhängt worden. Auch sei ein Verkauf der Gesellschaft, an der die Stadt Wolfhagen mit 75 Prozent und die BürgerEnergieGenossenschaft mit 25 Prozent beteiligt ist, kein Thema. „Die Kuh im Stall, die Milch gibt, verkauft man nicht“, sagte Schaake. Immerhin hatten die Stadtwerke 2015 ihr wirtschaftlich erfolgreichstes Jahr. Über eine Million Euro flossen der Stadt zu. Der Ansatz von ursprünglich 400 000 Euro wurde erheblich überschritten.

Mittlerweile soll die Stimmung zwischen der Belegschaft der Stadtwerke und dem Geschäftsführer auf dem Tiefpunkt sein. Betriebsrat und Aufsichtsrat haben dem Vernehmen nach Rechtsanwälte hinzugezogen und lassen sich beraten. Trotz der Spannungen soll der Geschäftsführer vorerst an der Spitze des Unternehmens bleiben und wie Schaake am Montag sagte, „spätestens zum Jahresende“ ersetzt werden.

Bei der heutigen Aufsichtsratssitzung werde die Causa Rühl Thema sein. In den kommenden Wochen soll für die Position des Geschäftsführers ein Anforderungsprofil erstellt und bis Jahresende ein Bewerber gefunden sein.

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