Viehmarkt Wolfhagen: Züchter präsentierten stolz ihre Tiere

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Die Schönste in Wolfhagen: Die Holstein-Kuh Astella wurde zur Miss Wolfhagen gekürt und bekam eine Schärpe umgehängt. Ihr Züchter Rainer Behrend (31) war stolz auf die besondere Auszeichnung.

Wolfhagen. Die grauen Wolken mit leichtem Regen konnten die Stimmung bei der Kreistierschau nicht trüben. Weder bei den Züchtern noch bei den Besuchern, die Rinder, Ziegen und Schafe zu sehen bekamen.

Am Morgen galt es erst einmal, die Tiere in Form zu bringen: Putzen, Füttern und viele Streicheleinheiten verteilen. Der Kaufunger Landwirt Wolfhard Nixdorf (43) erklärte, dass seine deutschen Holsteiner selten Heu zu fressen bekommen. Stattdessen steht Silage auf dem Speiseplan, aus Mais, Gras und Getreide. Heu sei nur „zum Naschen“, scherzte Nixdorf. Sein Rind Winni Pooh wurde später als beste Jungkuh prämiert.

Peter Pilz (29), Bio-Bauer aus Niedenstein, stellte den Zuchtbullen Kasper, ein Rotes Höhenvieh, bei den Demonstrationsgruppen der Rinder vor. Markus Koch (39) aus Trendelburg, mit dem sich Pilz den Bullen teilt, beschrieb die Tiere als eine der wenigen Rassen, die heutzutage mit Hörnern gezüchtet werden. Vorteil: Man könne die Tiere besser anbinden, vor allem weil sie frei gehalten werden. Nachteil: Ein Rind mit Hörnern braucht mehr Platz, ist also für die Stallhaltung weniger geeignet. Bei der Bewertung der Rinder würden Äußerlichkeiten wie die Euter- und Beinqualität und Beinstellung begutachtet. Aber auch das Wesen des Tieres spielt eine Rolle: „Es ist gut, wenn der Vorführer nicht viel machen muss“, so Juror Bernd Meier.

Bei den Kälbern gab es ungewöhnliches zu sehen: Noah Schwabe (10) ritt auf dem einjährigen Kalb Imke. „Das ist das zweite Mal, dass ich das probiere“, sagte er stolz und lächelte seine Begleiterin Hanna Fiege (15) an. Etwas abseits, aber nicht weniger interessant, waren die Ziegen und Schafe. Silke Rudolph lebt seit sieben Jahren in der Region. Seitdem züchtet die Hobbylandwirtin mit viel Hingabe Zwerg- und Pinsgauer Ziegen. Außerdem Soayschafe und Ponys.

Apropos Ponys: Der einzige Wermutstropfen der diesjährigen Kreistierschau war, dass die Pferde fehlten. Aufgrund der Gefahr durch Pferdeherpes hatten die Organisatoren die Teilnahme der Pferde streichen müssen.

Das Festprogramm geht weiter: Heute zieht ab 13.15 Uhr der Festzug durch die Altstadt. Morgen geht es ab 11 Uhr mit Frühschoppen im Festzelt weiter, ab 20 Uhr ist die Hauptgewinnübergabe, ab 23 Uhr gibt es das große Höhenfeuerwerk zu bestaunen.

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